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Bedenklicher Stoff im Trinkwasser in Zehdenick festgestellt

Ein erhöhter Wert des chemischen Stoffes Bromat im Trinkwassernetz sorgt in Zehdenick für Verunsicherung. Die Ursache ist laut Stadtwerken noch unklar. Was ist zu beachten?

01.07.2026

Bei einer Trinkwasseruntersuchung in Zehdenick wurde eine Überschreitung des Grenzwertes für Bromat festgestellt. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Bei einer Trinkwasseruntersuchung in Zehdenick wurde eine Überschreitung des Grenzwertes für Bromat festgestellt. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Im Trinkwasser der Stadt Zehdenick im Kreis Oberhavel ist eine erhöhte Konzentration von Bromat festgestellt worden. „Das Trinkwasser ist bis auf Widerruf nicht zum Verzehr geeignet“, heißt es in einer Warn-Meldung des Landkreises Oberhavel. Es dürfe ausschließlich für die Körperhygiene und Reinigung verwendet werden. 

Bromat (Salz der Bromsäure) gilt laut Gesundheitsbehörden als möglicherweise krebserregend. „Eine Nutzung zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Kochen sowie zum Waschen oder Abspülen von Lebensmitteln ist bis auf Weiteres nicht zulässig“, hieß es. Bei Säuglingen und Kleinkindern sei besonders darauf zu achten, dass beim Duschen oder Baden kein Trinkwasser verschluckt wird.

Die Stadtwerke teilten im Internet mit, zunächst seien Kitas und Schulen informiert worden, damit vorsorglich kein Leitungswasser getrunken werde. Es gebe aber keinen Grund zur Sorge. Die Stadtwerke seien im Austausch mit dem Gesundheitsamt und stimmten weitere notwendige Schritte ab. 

Die Überschreitung des Bromat-Grenzwertes sei erstmalig gemessen worden, hieß es. Weitere Labore seien mit der Prüfung beauftragt worden. Bromat entsteht laut den Stadtwerken durch die Aufbereitung von Wasser mit Ozon. Dies finde im Wasserwerk aber nicht statt. Nun soll geklärt werden, wie es zum erhöhten Grenzwert kam.