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Bayerns Busbranche warnt vor Unterfinanzierung im Nahverkehr

Ohne Bus geht auf dem Land oft gar nichts. Vielerorts ist er das einzige Verkehrsmittel. Die Busbranche sieht sich aber in Bedrängnis. Das sind die Gründe.

17.01.2026

Gerade auf dem Land sind Busse eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. (Archivbild)Angelika Warmuth//dpa

Gerade auf dem Land sind Busse eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. (Archivbild)Angelika Warmuth//dpa

© Angelika Warmuth//dpa

Bayerische Busunternehmen fordern vom Freistaat Bayern eine verlässliche und langfristige Finanzierungszusage. Betrieben falle es zunehmend schwer, ihre vertraglichen Verpflichtungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) mit. Dabei sei der Bus gerade im ländlichen Raum wie Ostbayern ein unverzichtbares Verkehrsmittel. 

4.000 Busfahrer fehlen

Als Gründe nannte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl eine dramatische Unterfinanzierung des ÖPNV und nicht kostendeckende Verkehrsverträge. Zudem fehlten bayernweit rund 4.000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Der Verband tritt deshalb unter anderem auch für auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verträge ein, den Abbau der Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts.

Ähnlich äußerte sich Franz Löffler (CSU), Landrat von Cham und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag. „Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm“, betonte Löffler. „Bund und Land müssen endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen.“

Zuvor hatten sich Busunternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz in Zwiesel getroffen. Allein in Ostbayern gibt es laut LBO rund 220 mittelständische Betriebe.