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Bayern setzt fest auf Öl aus Kasachstan

Ministerpräsident Söder empfängt den Präsidenten Kasachstans mit großen Ehren in München. Es geht letztlich ums Geschäft - und um wichtige Rohstoffe.

30.09.2026

Ein Trikot als Geschenk: Markus Söder empfängt den Präsidenten Kasachstans.Felix Hörhager/dpa

Ein Trikot als Geschenk: Markus Söder empfängt den Präsidenten Kasachstans.Felix Hörhager/dpa

© Felix Hörhager/dpa

Bayern setzt auch in den kommenden Jahren fest auf Öl- und weitere Rohstofflieferungen aus Kasachstan. Zudem erhofft sich der Freistaat zusätzliche Geschäfte in den Bereichen Umwelttechnologie, Landtechnik und Agrartechnologie sowie Industrietechnologie. Das machte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einem Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew in München deutlich.

„Kasachstan ist bereits heute ein zuverlässiger Partner, etwa bei den Rohöllieferungen. Die Zusammenarbeit wollen wir vertiefen und weiter ausbauen“, sagte Söder. „In einer Zeit voller globaler Krisen und Konflikte ist das wichtiger denn je.“ Insbesondere in den Bereichen Hightech, Umwelttechnik sowie Wassermanagement, aber auch bei Rohstoffen und Seltenen Erden wollten die beiden Länder noch enger zusammenarbeiten.

Söder: Partnerschaften statt Abschottung

Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten beide Seiten in München. „Bayern und Kasachstan können gegenseitig von ihrem Know-how profitieren“, betonte Söder. Das eröffne für die bayerische Wirtschaft neue Märkte und trage zugleich zur Stabilisierung der Versorgung mit Energie und Rohstoffen bei. „Wir setzen auf die weltweite Diversifizierung unserer Kontakte und die strategische Erschließung neuer Märkte“, sagte Söder. „Ziel ist es, uns in den Bereichen Wirtschaft und Energie noch breiter aufzustellen und damit unabhängiger zu werden. Statt Abschottung streben wir Partnerschaften und internationalen Austausch an“, betonte er.

Am Vortag war Tokajew in Berlin von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfangen worden. Merz betonte dabei das Interesse am kasachischen Öl - „als Ersatz für das Öl, das wir aus Russland nicht mehr beziehen“, sagte er.

Kasachstan ist auch für den Freistaat ein wichtiger Lieferant für Rohöl. Etwa 50 Prozent der gesamten Erdöllieferungen nach Bayern stammen von dort, das Volumen beträgt etwa sieben bis acht Millionen Tonnen pro Jahr.