Bayern gibt jüdischen Gemeinden mehr Geld
Antisemitismus greife um sich wie noch nie, klagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Nicht nur deshalb erhöht der Freistaat seine finanzielle Förderung für jüdische Gemeinden.
Bayern gibt den jüdischen Gemeinden mehr Geld.Peter Kneffel/dpa
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Bayern erhöht die staatliche Förderung für die jüdischen Gemeinden im Freistaat: Der Betrag steigt von 20 auf 26 Millionen Euro, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrages in München ankündigte. Bei den Staatsleistungen gehe es um Sicherheitsmaßnahmen, den Synagogenbau, um Schulen und Bildungsmaßnahmen.
„Diese Erneuerung des Staatsvertrages ist ein ganz besonderer Akt der Freundschaft und der Wertschätzung“, sagte Söder. Man setze damit ein klares Signal einer engen Zusammenarbeit, ein Signal der Wertschätzung, aber auch ein klares Signal für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus. Die Vereinbarung zwischen dem Freistaat und jüdischen Gemeinden reicht bis ins Jahr 1997 zurück.
„Wir spüren alle, dass die Herausforderung größer ist denn je“, sagte Söder. Antisemitismus wachse wie noch nie. „Antisemitismus hat viele hässliche Gesichter.“ Deshalb wolle man ein öffentliches Bekenntnis abgeben gegen Antisemitismus und zu der gemeinsamen Verbindung zu Israel und zu jüdischem Leben. Söder betonte: „Jeder Angriff auf jüdisches Leben ist ein Angriff auf uns alle.“