Baumärkte sollen über Mähroboter-Gefahr für Igel aufklären
Mähroboter gelten als bequeme Helfer im Garten – für Igel können sie tödlich sein. Brandenburg setzt zum Schutz von Wildtieren auf Aufklärung und bindet bald Baumärkte ein.
Mähroboter können vor allem abends und nachts Igel schwer und sogar tödlich verletzen. (Symbolbild)Monika Skolimowska/dpa
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In jedem Sommer sind die Mähroboter vielerorts im Garten im Einsatz. Das Verbraucherschutzministerium in Brandenburg will ab Ende Juni in Baumärkten über die Gefahren informieren, die von den Geräten für Igel ausgehen. Das kündigte ein Sprecher an. Die praktischen Garten-Helfer können für Igel und andere Tiere tödlich sein.
Im Agrar-Innenausschuss des Landtages sagte Staatssekretär Stephan Nickisch, es gebe Gespräche mit Baumarktketten, sodass Personal geschult werde und Käufer von Mährobotern über Risiken aufgeklärt werden könnten. Es solle auch ein Dialog mit Herstellerfirmen geführt werden. Sie sollen laut Ministerium dafür gewonnen werden, auf den Produktverpackungen auf die Gefahren für kleine Wildtiere hinzuweisen.
Für Igel werden Mähroboter zur Gefahr. (Symbolbild)Armin Weigel/dpa/dpa-tmn
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Das Ministerium setzt nicht auf ein Verbot, sondern hat vor kurzem eine Informationskampagne gestartet, unter anderem mit Plakaten. „Wir wollen mehr Bewusstsein und Achtsamkeit schaffen beim Nutzen dieser Geräte“, sagte Nickisch.
„Dein Einsatz für Igel“
Auch die Baumärkte können das Poster „Dein Einsatz für Igel“ nutzen, um auf das Verletzungsrisiko durch Mähroboter hinzuweisen. Das Ziel: Abends und nachts sollen Mähroboter pausieren. Einige Städte in Deutschland wie etwa Cottbus haben aber auch nächtliche Fahrverbote für die Geräte erlassen.
Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hatten in einer Untersuchung belegt, dass der Einsatz von Mährobotern ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem für Igel darstellt. Seit Oktober 2024 gilt der westeuropäische Igel erstmals laut der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“.