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Bauern blicken mit Sorge auf neue Hitzewelle

Sachsen-Anhalt steht die nächste Hitzewelle bevor. Der Bauernverband warnt vor weiteren Belastungen für die Ernte und setzt auf neue Strategien gegen Trockenheit.

28.07.2026

Der Bauernverband sieht bei mehreren Kulturen bereits Einbußen. (Symbolbild) Peter Gercke/dpa

Der Bauernverband sieht bei mehreren Kulturen bereits Einbußen. (Symbolbild) Peter Gercke/dpa

© Peter Gercke/dpa

Mit der zurückkehrenden Hitze blicken die Landwirte in Sachsen-Anhalt mit Sorge auf ihre Felder. Die Hitzeperioden dieses Sommers hätten bei mehreren Kulturen bereits Erträge und Qualitäten beeinträchtigt, teilte der Landesbauernverband Sachsen-Anhalt auf Anfrage mit. Eine erneute Hitzewelle könnte die Bestände weiter belasten.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Sachsen-Anhalt ab Mittwoch wieder Temperaturen von mehr als 30 Grad. Am Donnerstag werden örtlich sogar Höchstwerte von bis zu 38 Grad erreicht.

Ernte fällt regional sehr unterschiedlich aus

Die bisherige Ernte zeichne ein sehr unterschiedliches Bild. Wintergerste habe vielerorts überraschend gute bis durchschnittliche Erträge gebracht. Deutlich schlechter falle die Bilanz dagegen beim Winterraps aus. Auch bei Winterweizen und Winterroggen hätten Trockenstress und Hitze die Erträge und Qualitäten beeinträchtigt.

Eine erneute Hitzewelle würde vor allem Kulturen belasten, die sich noch im Wachstum oder in der Abreife befinden. Hohe Temperaturen beschleunigten die Entwicklung der Pflanzen. Mais, Soja und Zuckerrüben kämen mit Hitze zwar grundsätzlich besser zurecht als Wintergetreide. Bleibe Regen jedoch aus, gerieten aber auch sie unter Trockenstress. Kartoffeln reagierten besonders empfindlich auf Hitze und Wassermangel.

Anpassung an häufigere Hitzeperioden

Viele Betriebe hätten sich bereits auf häufigere Hitze- und Trockenperioden eingestellt. Sie setzten unter anderem auf trockenheitstolerantere Sorten, bodenschonende Bodenbearbeitung und Humusaufbau, um Wasser möglichst lange im Boden zu halten. „Viele Maßnahmen verfolgen das Ziel, jeden verfügbaren Millimeter Niederschlag möglichst lange im Boden zu halten“, sagte Verbandssprecher Erik Hecht. Wasser sei einer der entscheidenden Produktionsfaktoren.

Langfristig brauche es einen Mix verschiedener Maßnahmen - von angepassten Kulturen bis zu wassersparenden Anbauverfahren. Zugleich seien verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen nötig. „Klimaanpassungen sind teuer, insbesondere im technischen Bereich“, sagte Hecht.