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Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof - weniger Regionalzüge

Zehntausende Reisende pendeln täglich mit der Bahn über die Hamburger Elbbrücken. Wegen Bauarbeiten können vier Wochen lang nur wenige Züge die Strecke nutzen. Reicht die S-Bahn als Alternative?

24.10.2026

Wegen Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof können bis zum 22. November 2026 nur wenige Regionalzüge über die Elbe fahren. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

Wegen Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof können bis zum 22. November 2026 nur wenige Regionalzüge über die Elbe fahren. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

© Daniel Bockwoldt/dpa

Bahnreisende brauchen zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Harburg in den kommenden vier Wochen viel Geduld. Südlich des Hauptbahnhofs tauscht die Deutsche Bahn Weichen aus. „Während der Arbeiten ist die Kapazität im Hamburger Hauptbahnhof deutlich eingeschränkt“, teilte eine Bahnsprecherin mit. Mit wenigen Ausnahmen fahren Regionalzüge von und nach Niedersachsen nur bis Harburg beziehungsweise starten dort. 

Für die Fahrt von und zum Hauptbahnhof sollen die Reisenden die S-Bahn nutzen. Es gebe keinen Schienenersatzverkehr, hieß es von der Deutschen Bahn und der Eisenbahngesellschaft Metronom. Das sei wegen Bauarbeiten auf den parallel verlaufenden Straßen nicht möglich, hieß es. 

Am Freitagnachmittag gab die Hamburger Verkehrsbehörde bekannt, dass die Hochbahn und der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) einen ergänzenden Busverkehr auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel einrichten. Die Busse verbinden jedoch nicht den Bahnhof Harburg mit dem Hauptbahnhof.

Die Sperrung der Bahnstrecke soll nach DB-Angaben am späten Sonntagabend beginnen. Betroffen sind vor allem DB-Regionalzüge nach Cuxhaven (RE5) sowie die Metronom-Verbindungen von und nach Lüneburg/Uelzen (RE3/RB31) und Bremen/Rotenburg (RE4/RB41). 

Einige Züge können durch Baustelle fahren

Nach Bekanntwerden der geplanten Bauarbeiten am Dienstag teilte die Eisenbahngesellschaft Metronom mit, dass einige Regionalzüge den Hauptbahnhof weiter anfahren können. Demnach sollen nun morgens zwei Züge aus Uelzen/Lüneburg und vier aus Bremen/Rotenburg durchfahren - und ebenso viele am Nachmittag vom Hauptbahnhof abfahren. „Welche weiteren Fahrten im anschließenden Zeitraum möglich sein werden, erfahren wir schrittweise und teilweise erst sehr kurzfristig“, erklärte ein Metronom-Sprecher. Die Informationen für Reisende würden entsprechend aktualisiert.

Auch einige Fernzüge aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden nach Angaben der Bahnsprecherin nicht den Hauptbahnhof anfahren können. Die ICE aus Kiel umfahren ihn auf der sogenannten Güterumgehungsbahn und enden in Harburg, die Züge aus Sylt enden in Altona. Die Bauarbeiten werden nach Angaben einer Bahnsprecherin in unmittelbarer Nähe der Bahnsteige 11, 12, 13 und 14 durchgeführt, die vor allem von ICE genutzt werden. 

S-Bahnen könnten voll werden

Die S-Bahnen zwischen Harburg und Hauptbahnhof dürften ab Montag sehr voll werden. „Wir rechnen mit einem erheblich höheren Fahrgastaufkommen auf den Linien S3 und S5. Zusätzliche S-Bahn-Verbindungen sind nach unserem Kenntnisstand nicht vorgesehen“, sagte der Metronom-Sprecher. 

Die Bahn riet den Reisenden, mehr Zeit einzuplanen: „Aufgrund der umfangreichen Einschränkungen ist mit einem sehr hohen Fahrgastaufkommen zu rechnen.“ Während in Hamburg noch eine Woche Herbstferien sind, beginnt in Niedersachsen und Bremen am Montag wieder die Schule. 

Die Verkehrsbehörde, die in ihrer Mitteilung weiterhin von einer vollständigen Sperrung der Bahnstrecke sprach, kündigte den Einsatz von Direktbussen zwischen den S-Bahnhöfen Wilhelmsburg beziehungsweise Veddel und dem Hauptbahnhof an. Die Busse sollen montags bis freitags zwischen 6.00 und 20.00 Uhr im Zehn-Minuten-Takt fahren. 

Wasserrohrbruch behindert Autoverkehr am Hauptbahnhof

Auf der wichtigsten Verbindungsstraße von den Elbbrücken zum Hauptbahnhof, der Amsinckstraße, wird seit Anfang Oktober ein Wasserrohrbruch repariert. Diese Arbeiten sorgen für viele Staus und sollen noch bis Mitte Dezember dauern. An der Baustelle wurde allerdings eine Busspur eingerichtet. 

Wer mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof weiter in die südöstlichen Stadtteile Hamburgs fahren will, muss sich bis zum 1. November auf weitere Unannehmlichkeiten einstellen. Zwischen Berliner Tor und Bergedorf werden zurzeit Gleise erneuert. Es fahren Schienenersatzbusse. Ab dem 2. November verkehrt auf der Strecke nach Angaben der Bahnsprecherin wieder die S7, allerdings bis Ende November ohne die Taktverdichtung durch die S2. Auf der Linie S5 zwischen Hamburg-Neugraben und Stade fahren am Montag- und Dienstagabend nur Busse.