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Bäcker bekommen mehr Geld

Was kostet ein Brötchen? Wer regelmäßig beim Bäcker einkaufen geht, der weiß das vermutlich. Künftig könnte der Preis leicht steigen, denn das Personal hinter der Theke bekommt etwas mehr Geld.

18.03.2026

Brötchen in einer Bäckerei - werden die nun teurer, weil die Bäcker mehr Geld verdienen? (Symbolbild)Robert Michael/dpa

Brötchen in einer Bäckerei - werden die nun teurer, weil die Bäcker mehr Geld verdienen? (Symbolbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Die Bäckerinnen und Bäcker in Nordrhein-Westfalen und in Teilen von Rheinland-Pfalz bekommen mehr Geld. Wie der Bäckerinnungsverband West und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilten, verständigten sich beide Seiten auf einen neuen Tarifvertrag. Laut Gewerkschaft geht es um mehr als 40.000 Beschäftigte in NRW und in den ehemaligen Regierungsbezirken Trier und Koblenz.

In dem rückwirkend ab Februar geltenden, 23 Monate gültigen Tarifvertrag bekommen die Beschäftigten zunächst pauschal 100 Euro. Ab April steigen die Stundenentgelte bei gelernten Kräften um 0,45 Euro und bei Ungelernten um 0,25. Im Januar geht es dann einen weiteren Schritt nach oben, und zwar um 2,5 Prozent. Laut NGG beträgt das Entgeltplus für eine Bäckereifachverkäuferin direkt nach der Ausbildung insgesamt 5,6 Prozent.

Es geht um Betriebe, die als Handwerksbäckereien gelten - also Einzelbäckereien sowie Bäckereien mit Filialen, etwa Kamps und Malzers Backstuben. Um Backwaren-Ketten, wo nur Tiefkühlware aufgebacken wird, geht es in dem Tarifvertrag nicht.

„In einem schwierigen Umfeld ist das ein guter Abschluss“, sagt der NGG-Verhandlungsführer Helge Adolphs. „Dieser Abschluss wird beiden Seiten gerecht.“ Jörg von Polheim vom Bäckerinnungsverband West wertet die Einigung ebenfalls positiv. „Dieser Abschluss bietet sowohl unseren Betrieben als auch unseren geschätzten Mitarbeitenden langfristig Sicherheit in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.“ Jürgen Hinkelmann, der mit Jörg von Polheim Co-Vorsitzender der Tarifkommission des Innungsverbandes ist, sagt: „Dies ist ein klares Zeichen der Tarifvertragsparteien, dass eine Ausbildung im Bäckerhandwerk eine gute und lohnende Investition in die eigene Zukunft ist.“