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Ausrutschen bei Massage im Betrieb ist kein Arbeitsunfall

Eine Mitarbeiterin gönnt sich eine Massage, die ihr Arbeitgeber während der Arbeitszeit als kostenloses Angebot ermöglicht. Sie stürzt. Ist das ein Arbeitsunfall? Nein sagt das Sozialgericht.

04.08.2026

Das Münchner Sozialgericht musste bewerten, ob ein Arbeitsunfall vorliegt oder nicht. (Symbolbild)Matthias Balk/dpa

Das Münchner Sozialgericht musste bewerten, ob ein Arbeitsunfall vorliegt oder nicht. (Symbolbild)Matthias Balk/dpa

© Matthias Balk/dpa

Der Sturz einer Mitarbeiterin im betriebseigenen Massageraum während der Arbeitszeit ist kein Arbeitsunfall. Das Sozialgericht München urteilte in einem entsprechenden Fall. Die Begründung: Wer ein freiwilliges Massageangebot im Betrieb wahrnimmt, handle vor allem aus persönlichem Interesse an Erholung und Entspannung, teilte das Gericht mit.

Die Richter stellten demnach klar, dass weder die Kostenübernahme der Massage durch den Arbeitgeber noch die Freistellung während der Arbeitszeit den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz automatisch ausweiten.

Massageöl am Boden

In dem Fall hatte die Mitarbeiterin eines Münchner Unternehmens über das betriebsinterne Portal ihres Arbeitgebers einen Termin für eine Schulter- und Nackenmassage gebucht. Das Angebot stand allen Beschäftigten als freiwillige Leistung des Arbeitgebers allen Mitarbeitenden während der Arbeitszeit zur Verfügung. Beim Betreten des Massageraums rutschte die Frau jedoch wegen Massageöls auf dem Boden aus. Sie zog sich eine Kniegelenkprellung und einen Außenmeniskusriss zu. 

Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, den Vorfall als Arbeitsunfall anzuerkennen. Auch das Sozialgericht wies die Klage ab. Eine individuelle Massage, selbst wenn sie zur Prävention von arbeitsbedingten Nackenbeschwerden diene, gehöre grundsätzlich zum unversicherten, persönlichen Lebensbereich, hieß es weiter. Auch der Weg zum Massageplatz gelte als unversichert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.