dpa

Ausbildungskampagne hat Hunderte Zugewanderte erreicht

In diesen Tagen beginnen viele junge Menschen ihre Berufsausbildung. Sachsen-Anhalt versucht mit einer speziellen Kampagne, mehr zugewanderte Jugendliche für diesen Weg zu gewinnen.

01.08.2026

Ob technische Berufe oder andere - in Sachsen-Anhalt sollen mehr junge Zugewanderte in Ausbildung gebracht werden. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

Ob technische Berufe oder andere - in Sachsen-Anhalt sollen mehr junge Zugewanderte in Ausbildung gebracht werden. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Mehr junge zugewanderte Menschen sollen in Sachsen-Anhalt eine Berufsausbildung absolvieren. Die dazu im vergangenen Jahr gestartete Kampagne des Arbeitsministeriums hat Hunderte Menschen erreicht. In diesem Frühjahr und Frühsommer hätten sich 435 Teilnehmer bei zusammen sechs Präsenzveranstaltungen über das duale Ausbildungssystem in Sachsen-Anhalt informiert, teilte das Ministerium in Magdeburg mit. Es gab individuelle Beratungen in mehreren Sprachen. 

Schon im vergangenen Jahr seien 30 Veranstaltungen durchgeführt worden, mehr als 600 Menschen hätten das Angebot wahrgenommen. Viele kämen aus der Ukraine, aus Syrien und Afghanistan.

„Kein anderes Bundesland ist so sehr darauf angewiesen, alle Fachkräftepotenziale zu erschließen wie Sachsen-Anhalt“, sagte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). „Unser Land muss weltoffen bleiben, sonst machen künftig Fachkräfte einen großen Bogen um Sachsen-Anhalt. Menschen mit Migrationsgeschichte werden dringend gebraucht, damit unsere Unternehmen weiter existieren können.“ Schon jetzt komme jeder zehnte Auszubildende aus dem Ausland, so die Ministerin.

Laut dem Statistischen Landesamt unterzeichneten im Ausbildungsjahr 2025 rund 1.040 Auszubildende mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen neuen Ausbildungsvertrag. Das seien 120 beziehungsweise 11,5 Prozent mehr gewesen als im Vorjahr. In der Summe gab es knapp 10.100 neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung in Sachsen-Anhalt - 1,5 Prozent weniger als noch 2024.