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Augsburgs Rathausbündnis verliert Mehrheit im Stadtrat

CSU und Grüne verlieren in Augsburg ihre Mehrheit, während AfD und Linke zulegen. Welche Koalition jetzt möglich ist.

10.03.2026

Die schwarz-grüne Koalition in Augsburg hat keine Mehrheit mehr. (Archivbild) Stefan Puchner/dpa

Die schwarz-grüne Koalition in Augsburg hat keine Mehrheit mehr. (Archivbild) Stefan Puchner/dpa

© Stefan Puchner/dpa

Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag hat die schwarz-grüne Rathauskoalition in Bayerns drittgrößter Stadt deutlich eingebüßt und die Mehrheit im Stadtrat verloren. Wie die Augsburger Stadtverwaltung berichtete, kam die CSU nur noch auf 25,3 Prozent der Stimmen (minus 7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020). Die Grünen erhielten 18,1 Prozent (minus 5,3 Punkte).

Ein Sieger der Wahl ist die AfD, die ihren Anteil auf 13,6 Prozent etwa verdoppelte. Die SPD kam bei leichten Einbußen auch auf 13,6 Prozent. Die Linke konnte ihr Ergebnis ebenfalls deutlich ausbauen und kam auf 7,9 Prozent (plus 4,2 Punkte), die Freien Wähler verbesserten sich auf 6,2 Prozent (plus 1,7 Punkte). Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8 Prozent.

Nun Koalition von CSU, Grünen und SPD?

Von den 60 Sitzen im Stadtrat errang das bisherige Bündnis von CSU und Grünen nur noch 26. Denkbar wäre, dass nun eine neue Koalition zusätzlich noch mit der SPD geschmiedet wird. Bereits zwischen 2014 und 2020 hatte es eine Zusammenarbeit von CSU, SPD und Grünen gegeben.

Auch Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) musste bei der Wahl deutliche Einbußen hinnehmen. Sie muss ihren Posten in der Stichwahl am 22. März gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund verteidigen.