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Aue-Abstieg rückt immer näher: „Es ist peinlich“

Frühe Gegentore, Rote Karte und Fans, die vorzeitig gehen: Für Erzgebirge Aue bleibt im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga kaum noch Hoffnung. Gegen Hoffenheim treffen die Sachsen dreimal in Unterzahl.

04.04.2026

Aue-Keeper Martin Männel kassierte gegen Hoffenheim fünf Gegentore. (Archivbild)Robert Michael/dpa

Aue-Keeper Martin Männel kassierte gegen Hoffenheim fünf Gegentore. (Archivbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Der FC Erzgebirge Aue kassiert im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga den nächsten Rückschlag und kann seine Planungen für die Regionalliga intensivieren. Nach einem katastrophalen Start verloren die Sachsen gegen die TSG Hoffenheim II mit 3:5 (1:4) und haben weiterhin neun Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. 

Hakt den Klassenerhalt mit Aue ab: Marcel Bär. (Archivbild)Robert Michael/dpa

Hakt den Klassenerhalt mit Aue ab: Marcel Bär. (Archivbild)Robert Michael/dpa

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„Ich stehe hier gefühlt Woche für Woche und erzähle den gleichen Scheiß. Es ist peinlich, wenn die gegnerische Mannschaft Tore schießt und die eigenen Fans jubeln“, sagte Aues Doppeltorschütze Marcel Bär bei MagentaSport. An einen Klassenerhalt glaubt niemand mehr sieben Spieltage vor Schluss. „Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass das gelaufen ist. Wir kriegen nur auf die Fresse“, schimpfte Bär weiter. 

Aue verschläft den Start komplett

Die Siegchancen für Aue waren schon nach wenigen Minuten dahin, weil Deniz Zeitler (6. Minute), Luka Duric (11./29.) und Paul Hennrich (15.) den Hoffenheimer Blitzstart perfekt machten. Als wären die drei Gegentreffer nicht schon Strafe genug, kassierte Jamilu Collins (19.) nach einer Notbremse auch noch die Rote Karte.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie einige Aue-Fans schon nach einer Viertelstunde das Stadion verließen. Sie verpassten nicht nur den Doppelpack von Marcel Bär (40./56.) und den Treffer von Ricky Bornschein (85.), sondern auch das nächste TSG-Tor von Zeitler (51.).

Noch kein Liga-Sieg unter Trainer Dabrowski

Damit muss auch Christoph Dabrowski weiter auf seinen ersten Sieg in der 3. Liga als Aue-Coach warten. Der 47-Jährige hatte den Posten Anfang Februar übernommen. Den letzten Erfolg feierte der Drittligist am 20. Dezember gegen Schlusslicht Schweinfurt.

Seit dem Aufstieg 2003 aus der damals noch drittklassigen Regionalliga spielte Aue entweder in der 2. Bundesliga oder der 3. Liga.