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Auch Füchse-Trainer Krickau für Änderung der Transferregeln

Füchse-Coach Nicolej Krickau sieht ein Transferfenster zwar skeptisch, könnte sich aber vorstellen, dass Verhandlungen erst ein halbes Jahr vor Ende des aktuellen Vertrages aufgenommen werden dürfen.

13.10.2026

Füchse-Trainer Nicolej Krickau findet, dass das aktuelle Transfersystem nicht funktioniert (Archivbild)Andreas Gora/dpa

Füchse-Trainer Nicolej Krickau findet, dass das aktuelle Transfersystem nicht funktioniert (Archivbild)Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

 Nach dem Wirbel um den Wechselwunsch von Handball-Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla ist auch dem Füchse-Trainer und Sportdirektor Nicolej Krickau klar, dass es bei den Transferregelungen Änderungen geben muss. Denn „das Beispiel ist eine Katastrophe für alle. Wenn es so eine Problematik gibt, müssen wir natürlich schauen, ob unser System funktioniert. Und es ist deutlich für alle, es funktioniert nicht“, sagte der 39-jährige Däne bei einem Pressetermin am Dienstag.

Verhandlungen erst kurz vor Vertragsende

HBL-Präsident Uwe Schwenker hatte in der „Sport Bild“ deshalb ein Transferfenster wie im Fußball ins Spiel gebracht. Das hält Krickau aber für schwierig. „Meine Sorge ist, wie kriegen wir hin, dass dann alle Mannschaften nach den gleichen Regeln arbeiten“, sagte der Füchse-Coach. Er könnte sich vorstellen, „dass man im Prinzip erst ein halbes Jahr vor Vertragsende neue Vertragsverhandlungen führen darf“. Oder aber, „dass beide Seiten zwar einen Vertrag schließen, aber es bis ein Jahr davor kein rechtlicher Vertrag ist“.

Auslöser für die Diskussion war der Fall Golla. Der 28 Jahre alte Kreisläufer möchte die MT Melsungen nur wenige Monate nach seinem Wechsel von der SG Flensburg-Handewitt wieder verlassen und zu seinem früheren Verein zurückkehren. Als Motive führte er familiäre Gründe und eine Gefährdung seiner mentalen Gesundheit an.

Auch Füchse mit frühen Verträgen

Im Handball wurde in den letzten Jahren Verträge schon frühzeitig fixiert - oft Jahre im Voraus. Um so mögliche Ablösesummen zu sparen. „Wenn ein Verein das macht, dann machen es andere auch. Und so kommt dann so ein Zyklus zustande. Jeder Verein will besser als der andere Verein sein“, erklärte Krickau diesen Trend.

Auch bei den Füchsen war das zuletzt üblich. Der Transfer des französischen Topstars Dika Mem für nächstes Jahr wurde bereits im Januar bekanntgegeben. Und auch bei Welthandballer Mathias Gidsel wurde schon im August 2021 der Vertrag abgeschlossen - für einen Wechsel 2022.