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Atombunker im U-Bahnhof Pankstraße kann erkundet werden

Seit Beginn des Ukrainekriegs wird wieder mehr über den Ausbau des Zivilschutzes diskutiert. An der Pankstraße ist zu sehen, wie die Bevölkerung früher geschützt wurde.

16.06.2026

Der Verein möchte den Bunker in der Pankstraße wieder für den Krisenfall herrichten.Soeren Stache/dpa

Der Verein möchte den Bunker in der Pankstraße wieder für den Krisenfall herrichten.Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Wie die Zivilbevölkerung zur Zeit des Kalten Krieges im Fall eines atomaren Angriffs geschützt werden sollte, das kann man bei einer neuen Führung durch den Atombunker im U-Bahnhof Pankstraße des Vereins Unterwelten erfahren. Bei der Tour durch die sogenannte Mehrzweckanlage aus dem Jahr 1977 werde aber auch aufgezeigt, wie sich der Zivilschutz von gestern bis heute entwickelt hat, teilte der Verein Unterwelten mit, der die Führung anbietet. 

Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt es in Deutschland derzeit noch 579 öffentliche Schutzräume mit 478.000 Schutzplätzen. Diese seien aber „weder funktions- noch einsatzbereit“, schreibt die Behörde auf ihrer Internetseite. 

„Wir wollen keine Ängste schüren, mit der neuen Tour 4 aber für das Thema sensibilisieren und gegenüber Politik und Verwaltung vielleicht auch ein bisschen Handlungsdruck erzeugen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Arnold in der Mitteilung zu der neuen Führung. Im Rahmen eines Pilotprojekts will der Verein an der Pankstraße und an zwei weiteren Standorten von ihm betreute Bunkeranlagen als Schutzräume für den Krisenfall herrichten. 

Im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und anderer Bedrohungsszenarien wird in Deutschland und Berlin wieder über mehr Widerstandsfähigkeit diskutiert. Dabei geht es um den Ausbau einerseits der Verteidigungsfähigkeiten und andererseits des Zivil- und Katastrophenschutzes.