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Castor-Transport aus England erreicht AKW Brokdorf

Ein Transport mit Atommüll aus Großbritannien hat den Weg nach Deutschland hinter sich. In Brokdorf in Schleswig-Holstein sollen die radioaktiven Abfälle zwischengelagert werden.

18.06.2026

Sieben Behälter wurden zum Zwischenlager in Brokdorf gebracht.Bodo Marks/dpa

Sieben Behälter wurden zum Zwischenlager in Brokdorf gebracht.Bodo Marks/dpa

© Bodo Marks/dpa

Der wohl letzte Transport mit radioaktiven Abfällen aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield in Großbritannien hat das Zwischenlager am Kernkraftwerk Brokdorf im Kreis Steinburg erreicht. Dort soll der Müll zwischengelagert werden, bis es einen Ort für die Endlagerung von hochradioaktivem Müll in Deutschland gibt, wie ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mitteilte.

Das Zwischenlager bietet einem Sprecher der zuständigen bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung zufolge 100 Stellplätze für Behälter. Derzeit lagern dort 76 Castor-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf. Mit der Aufnahme der sieben Behälter aus Sellafield endet der Einlagerungsbetrieb am Standort. Die dann insgesamt 83 Behälter bleiben dort, bis sie in ein Endlager abgegeben werden. 

Das Schiff mit den verbliebenen sieben Atom-Behältern war vergangene Woche in Großbritannien in See gestochen und erreichte am Dienstag den Hafen von Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Dort wurden die Behälter auf Spezial-Lkw verladen.

Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Deutschland hat sich völkerrechtlich zur Rücknahme dieses Mülls verpflichtet. Die Rückführung von Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague war bereits 2024 abgeschlossen worden.

Die insgesamt 83 Behälter bleiben im Zwischenlager Brokdorf, bis sie in ein Endlager abgegeben werden. Bodo Marks/dpa

Die insgesamt 83 Behälter bleiben im Zwischenlager Brokdorf, bis sie in ein Endlager abgegeben werden. Bodo Marks/dpa

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