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Asiatischer Investor will geplante Wolfram-Mine übernehmen

Für rund 150 Millionen Euro sichert sich ein Investor aus Asien den Zugriff auf Bodenschätze im Erzgebirge. Bringt er neuen Schub für die Bergwerkspläne in Pöhla?

23.04.2026

Ausverkauf im Erzgebirge: Das Bergbauunternehmen SME, das in Pöhla eine neues Bergwerk für Wolfram und Zinn errichten will, wird an einen Finanzinvestor aus Asien verkauft. Stimmt der Bund zu? (Archivbild)Jan Woitas/dpa

Ausverkauf im Erzgebirge: Das Bergbauunternehmen SME, das in Pöhla eine neues Bergwerk für Wolfram und Zinn errichten will, wird an einen Finanzinvestor aus Asien verkauft. Stimmt der Bund zu? (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Das in Pöhla im Erzgebirge geplante neue Bergwerk für Wolfram und Zinn geht offensichtlich in die Hände eines asiatischen Investors. Die Saxony Minerals & Exploration AG (SME) habe das Geld für die Errichtung des Bergwerks nicht auf anderem Wege auftreiben können, sagte Vorstand Rolf Staudenmaier der Deutschen Presse-Agentur dpa. Deswegen werde die SME an die Prime Group aus Singapur verkauft. Als Preis seien 150 Millionen Euro vereinbart. Doch steht die Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums dafür noch aus. 

Bergwerk soll jährlich 400.000 Tonnen Erz fördern

Gestiegene Rohstoffpreise und die Abhängigkeit Europas bei wichtigen Rohstoffen haben zu einem Run auf Lagerstätten in Sachsen geführt. Von den zahlreichen Projekten gilt das in Pöhla - einem Ortsteil von Schwarzenberg - als Vorreiter. Dort hatte das Oberbergamt 2024 die Genehmigung für die Errichtung eines Bergwerks erteilt. Um an das Erz zu kommen, soll eine Rampe rund zwei Kilometer in den Berg getrieben werden. Die Rede ist von rund 400.000 Tonnen Erz, die hier jährlich gefördert werden sollen. 

Auch bei Elterlein ist die SME AG bei der Suche nach Bodenschätzen aktiv. Dort geht es den Angaben nach vor allem um Zinnvorkommen.