Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt leicht an
Im Januar waren in Sachsen-Anhalt 94.670 Menschen ohne Job – rund 2.900 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt an. Es sah jedoch schon einmal schlimmer aus.
Saisonbedingt steigt die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt leicht an. (Archivbild)Soeren Stache/dpa
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Die Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt ist im Januar saisonbedingt auf 8,5 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Arbeitsagentur lag die Arbeitslosenquote damit 0,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat Dezember stieg die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozent. Bundesweit lag die Quote bei 6,6 Prozent. Dabei wurde die Schwelle von insgesamt drei Millionen Arbeitslosen überschritten.
Der Anstieg sei überwiegend saisonal bedingt, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens. Ursachen seien das Auslaufen befristeter Verträge oder witterungsbedingte Winterpausen. Tendenziell ist die Arbeitslosigkeit im Januar und Februar im Vergleich zu den anderen Monaten höher. Die Arbeitslosenquote von jetzt 8,5 Prozent ist der höchste Wert in Sachsen-Anhalt seit Jahresanfang 2018. Damals lag die Arbeitslosenquote im Januar und Februar jeweils bei 8,7 Prozent.
Arbeitslosenquote seit zehn Jahren unter 10-Prozent-Marke
Positiv zu verzeichnen ist dagegen, dass die Arbeitslosenquote seit zehn Jahren unter der 10-Prozent-Marke liegt. So lag die Quote im Januar 2016 bei 10,9 Prozent, im Januar 2011 sogar bei 13,1 Prozent.
Dennoch zeige sich eine konjunkturelle Schwäche, so Regionalleiter Behrens. Der größte Anteil bei der Arbeitslosigkeit entfiel mit 37,3 Prozent erneut auf Langzeitarbeitslose und Personen ab 50 Jahren (36,2 Prozent).
Den Angaben der Arbeitsagentur zufolge waren im Januar 94.670 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 2.900 mehr als vor einem Jahr.