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Anwohnerin im Garten von Kugel getroffen - Jäger vor Gericht

Bei einer Treibjagd wird eine Frau in ihrem Garten von einem Schrotkorn getroffen und schwer verletzt. Mehr als eineinhalb Jahre später wird der mutmaßliche Jagdunfall vor Gericht aufgearbeitet.

28.07.2026

Ein Jäger steht nach einem mutmaßlichen Jagdunfall in Cloppenburg vor Gericht. (Symbolbild) Philipp Schulze/dpa

Ein Jäger steht nach einem mutmaßlichen Jagdunfall in Cloppenburg vor Gericht. (Symbolbild) Philipp Schulze/dpa

© Philipp Schulze/dpa

Die Kugel hat sie in ihrem Garten getroffen: Nach einem mutmaßlichen Jagdunfall im Dezember 2024 im Landkreis Cloppenburg steht ein 73 Jahre alter Jäger nun vor Gericht. Dem Angeklagten wird vor dem Amtsgericht Cloppenburg fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Konkret soll sich der Mann als Teilnehmer einer Treibjagd vor Abgabe eines Schusses nicht ausreichend vergewissert haben, dass niemand gefährdet ist. Bei der Jagd am 7. Dezember in der Gemeinde Barßel soll ein Schrotkorn eine Frau auf ihrem Grundstück getroffen haben. 

Die 59 Jahre alte Anwohnerin wurde nach dem damaligen Polizeibericht schwer verletzt in ein Krankhaus eingeliefert. Die Frau sei unterhalb des linken Auges getroffen worden, hieß es nun dazu aus dem Gericht. Nach einer aufwendigen Operation ist die Frau demnach arbeitsunfähig und leidet unter Folgeerscheinungen. 

Beschuldigter legt Einspruch gegen Strafbefehl ein

Gegen den Beschuldigten habe das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung erlassen, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Gegen die angedachte sechsmonatige Freiheitsstrafe zur Bewährung mit einer dreijährigen Bewährungszeit und einer Zahlung von 8.000 Euro legte der Mann aber Einspruch ein. 

Zum Verhandlungsauftakt waren zehn Zeugen geladen, darunter auch das Schussopfer von damals. Wann es zu einem Urteil kommt, ist noch unklar.