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Antisemitismus-Beauftragter für Schulleiter-Konferenz

Judenfeindlichkeit mitten im Alltag: Auch Brandenburgs Schulen stehen vor Herausforderungen. Der Antisemitismus-Beauftragte will Lehrkräfte unterstützen.

15.06.2026

Jüdinnen und Juden in Deutschland leben angesichts antisemitischer Vorfälle auch vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts in Angst. (Symbolbild)Carsten Koall/dpa

Jüdinnen und Juden in Deutschland leben angesichts antisemitischer Vorfälle auch vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts in Angst. (Symbolbild)Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Schulleitungen und Lehrkräfte sollen in Brandenburg im Umgang mit Antisemitismus vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes gestärkt werden. Das sagte der Beauftragte gegen Antisemitismus, Andreas Büttner, in Potsdam, nach einem Runden Tisch zur Bekämpfung von Judenfeindlichkeit.

Es werde noch in diesem Jahr eine Konferenz für Schulleitungen organisiert. Es soll etwa um die Frage gehen, wie sich Lehrkräfte in der Diskussion zum Nahostkonflikt im Zusammenhang mit Israel und Gaza verhalten können. Zudem seien mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Veranstaltungen mit den Enkeln und Urenkeln der Holocaust-Generation geplant, sagte Büttner. 

Zum ersten Runden Tisch kamen unter anderem Vertreter des jüdischen Landesverbandes, Antisemitismus-Forscher, Vertreter der Fachstelle Antisemitismus sowie des Bildungsministeriums.

Der Antisemitismus-Beauftragte Büttner beklagte vergangene Woche nach den ersten zwei Jahren seiner Amtszeit eine „schleichende Normalisierung“ von Judenfeindlichkeit, die auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Antisemitismus sei längst Alltag etwa in Schulen, Behörden und politischen Debatten.