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Anschläge gegen etliche Parteibüros in Flensburg und Kiel

Es traf fast alle großen Parteien: In Flensburg und Kiel sind am Osterwochenende Parteibüros beschädigt worden. Rechtsextreme Sticker und Rückstände von Molotow-Cocktails wurden gefunden.

07.04.2026

SPD-Landeschef Ulf Kämpfer verurteilte die Anschläge auf die Parteibüros. (Archivbild) Frank Molter/dpa

SPD-Landeschef Ulf Kämpfer verurteilte die Anschläge auf die Parteibüros. (Archivbild) Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa

In Flensburg sind am Osterwochenende die Büros der Parteien CDU, SPD, Linke, Grüne und SSW beschädigt worden. Betroffen war auch die Landesgeschäftsstelle der SPD in Kiel. 

In der Nacht zum Montag wurden an den Büros in Flensburg mit Lackfarbe Deutschlandflaggen aufgesprüht und an einigen Fassaden rechtsextreme Sticker angebracht, wie die SPD in Flensburg mitteilte. Am Büro der Grünen ging zudem eine Glasscheibe zu Bruch. In Kiel wurde der Schaden am Dienstagmorgen bemerkt und bei der Polizei angezeigt.

Rückstände von Molotow-Cocktails entdeckt

Außerdem entdeckte man an mehreren Büros Rückstände von Molotow-Cocktails. Laut Polizei kam es zwar zu keinem größeren Brand, die Fassaden wurden aber oberflächlich beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.

In der Nacht zum Dienstag folgten weitere Brandanschläge auf die Büros von SPD, Grünen und Linken, berichteten die Sozialdemokraten. „Diese Angriffe gegen unsere Parteibüros sind feige und treffen alle Menschen, die sich für unsere demokratische Gesellschaft engagieren“, sagte die Vorsitzende der Grünen in Flensburg, Annabell Pescher.

„Wir demokratischen Parteien stehen fest zusammen“ 

Uta Wenzel, die Vorsitzende der CDU Flensburg betonte: „Wir demokratischen Parteien stehen fest zusammen, Seite an Seite. Wir verurteilen die Gewalt insgesamt und ausnahmslos.“ 

Die konzertierte Aktion gegen alle demokratischen Parteien sei eine Grenzüberschreitung, die nicht hingenommen werde. „Besonders perfide ist der Versuch, unsere eigenen nationalen Farben dafür zu missbrauchen“, erklärte die CDU-Frau. „Schwarz-Rot-Gold steht nicht für Ausgrenzung – sondern für Freiheit, Demokratie und Vielfalt.“

Auch der SPD-Landesvorsitzende Ulf Kämpfer reagierte deutlich: „Wer Büros beschädigt, Brandanschläge verübt oder mit rechtsextremen Symbolen markiert, greift nicht einzelne Parteien an, sondern das Fundament unseres Zusammenlebens.“ 

Neue Eskalationsstufe erreicht 

„Dass es in Flensburg sogar zu Brandanschlägen kam und die Gefährdung von Menschen in Kauf genommen wurde, zeigt eine neue Eskalationsstufe. Das verurteile ich aufs Schärfste“, so Kämpfer. Die Antwort der SPD sei klar: „Wir lassen uns nicht einschüchtern und treten weiter für eine offene, vielfältige und wehrhafte Demokratie ein.“