Anklage nach Hausexplosion in Landau erhoben
Ein Mann soll Propangasflaschen geöffnet und einen Brand gelegt haben – mit verheerenden Folgen. Was ihn laut eigener Aussage zu der Tat trieb und wie es nun weitergeht.
Das Landgericht Landau muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. (Symbolfoto)Uwe Anspach/dpa
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Nach dem Brand eines Einfamilienhauses in Landau-Dammheim hat die Staatsanwaltschaft gegen den damaligen Bewohner des Hauses Anklage erhoben. Die Anklage gegen den 52-Jährigen sei wegen schwerer Brandstiftung und dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Haus wurde bei dem Brand im Sommer des vergangenen Jahres vollständig zerstört.
Dem Mann wird vorgeworfen, mehrere Propangasflaschen geöffnet, Brandbeschleuniger verteilt und diesen anschließend mit einem Feuerzeug angezündet zu haben, hieß es. Daraufhin sei es, wie beabsichtigt, zu einer Explosion gekommen. Der 52-Jährige wurde dabei schwer verletzt, er habe sich mehrere Monate in stationärer ärztlicher Behandlung befunden. Zudem seien zwei benachbarte Gebäude durch die umherfliegenden Trümmerteile beschädigt worden.
Möglicherweise verminderte Schuldfähigkeit
Der Mann habe die Tatvorwürfe eingeräumt, so die Staatsanwaltschaft. „Er hat angegeben, dass er aus einem Gefühl starker persönlicher Überforderung heraus gehandelt habe.“ Die Staatsanwaltschaft gehe auf Grundlage eines vorläufigen psychiatrischen Gutachtens davon aus, dass der Mann zur Tatzeit aufgrund einer „krankhaften psychischen Symptomatik“ vermindert schuldfähig war.
Das Landgericht Landau müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.