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Ambulante Pflegedienste im Norden betreuen mehr Menschen

In Schleswig-Holstein und Hamburg werden mehr Pflegebedürftige ambulant versorgt. Insbesondere bei zwei Pflegegraden sind die Zahlen gestiegen.

28.10.2026

Die Zahl der von ambulanten Pflegediensten betreuten Menschen hat zugenommen. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der von ambulanten Pflegediensten betreuten Menschen hat zugenommen. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Ambulante Pflegedienste im Norden haben im vergangenen Jahr mehr pflegebedürftige Menschen betreut. Mitte Dezember 2025 versorgten die ambulanten Pflegedienste in Schleswig-Holstein nach vorläufigen Ergebnissen knapp 40.800 Personen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhielten, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Im Vergleich zur letzten Erhebung zwei Jahre zuvor war dies ein Zuwachs von gut neun Prozent.

Von den Betroffenen hatten zehn Prozent den Pflegegrad 1 (geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit), 47 Prozent den Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigung) und 31 Prozent den Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigung). Pflegegrad 4 (schwerste Beeinträchtigung) hatten neun Prozent der von ambulanten Diensten versorgten Personen und drei Prozent den Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung).

Überdurchschnittlich zugenommen hatte den Angaben zufolge die Zahl der Betreuten mit Pflegegrad 3 (plus 20 Prozent) und Pflegegrad 4 (plus 17 Prozent). Eine Abnahme zeigte sich dagegen beim Pflegegrad 1 (minus 17 Prozent).

Zunahme auch in Hamburg

Auch in Hamburg nahm die Zahl der von ambulanten Pflegediensten betreuten Menschen 2025 zu. Insgesamt wurden demnach gut 27.000 Personen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhielten, ambulant versorgt. Das sind knapp acht Prozent mehr als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren.

Sieben Prozent der Betroffenen hatten nach Angaben der Statistiker den Pflegegrad 1, 46 Prozent den Pflegegrad 2 und 33 Prozent den Pflegegrad 3. Auf den Pflegegrad 4 entfielen elf Prozent und auf den Pflegegrad 5 drei Prozent der von ambulanten Diensten versorgten Personen.

Besonders stark angestiegen war auch in der Hansestadt die Zahl der Personen mit Pflegegrad 3 (plus 14 Prozent) und Pflegegrad 4 (plus zwölf Prozent). Rückläufig war die Entwicklung beim Pflegegrad 1 (minus 20 Prozent).