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Aktivisten bei Haustür-Aktion gegen AfD-Bundesparteitag

Das Bündnis „Widersetzen“ will den geplanten AfD-Bundesparteitag verhindern – und hofft auf gesellschaftliche Unterstützung. Wie ist die Stimmung, wenn die Aktivisten an Haustüren klingeln?

06.06.2026

Insgesamt plant das Bündnis, vor dem Parteitag an 60.000 Haustüren in Erfurt zu klingeln. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

Insgesamt plant das Bündnis, vor dem Parteitag an 60.000 Haustüren in Erfurt zu klingeln. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Aktivisten des Bündnisses „Widersetzen“ haben mit einer Haustür-Aktion ihren Protest gegen den geplanten AfD-Bundesparteitag in Erfurt begonnen. Sie wollen mit Bürgern ins Gespräch kommen. Vielfach hätten sie Zustimmung zu ihren Positionen erhalten – wenn sie es schafften, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sagte ein Sprecher des Bündnisses. Er wisse von keinen bedrohlichen Situationen bei der Haustür-Aktion. 

Nach Angaben des Bündnisses waren am Samstag etwa 70 Aktivisten im Stadtgebiet unterwegs, um mit Menschen darüber zu sprechen, dass „Widersetzen“ den AfD-Bundesparteitag verhindern will. Insgesamt plant das Bündnis, vor dem Parteitag an 60.000 Haustüren in Erfurt zu klingeln. Ziel sei es, um Sympathien für die eigene Position zu werben. Allerdings blieben auch viele Türen verschlossen. 

„Keine Konfrontation mit der Polizei“

Der Plan des Bündnisses: Durch zivilen Ungehorsam soll es den AfD-Delegierten unmöglich gemacht werden, sich Anfang Juli zu ihrem Bundesparteitag auf dem Messegelände in Erfurt zu treffen. Nach Angaben des Bündnisses wollen die Aktivisten dabei auf den Einsatz von Gewalt verzichten. „Wir stehen für eine gewaltfreie Sitzblockade“, sagte Lola Mehring, eine Sprecherin von „Widersetzen“. „Wir suchen keine Konfrontation mit der Polizei.“

Die AfD kritisiert die angekündigten Blockaden ihres Bundesparteitages scharf. Der Thüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Torben Braga hatte bereits Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Erfurt unter anderem wegen des Verdachts auf möglichen Landfriedensbruch sowie Nötigung gegen die Organisatoren der Proteste gefordert. Die Behörde hatte solche Ermittlungen allerdings abgelehnt.