Agrarausschuss berät über Abtransport des gestrandeten Wals
Im Schweriner Landtag wird über den aufsehenerregenden Rettungsversuch des im Frühjahr vor der Ostseeküste gestrandeten Wals beraten. Der Agrarausschuss will über die umstrittene Aktion reden.
In einer sogenannten Barge wurde der Buckelwal damals Richtung Nordsee gebracht. (Archivbild)Philip Dulian/dpa
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Fast vier Monate nach der Bergung des vor Poel gestrandeten Buckelwals will sich am Mittwoch (13.00 Uhr) der Agrarausschuss des Landtags in einer Sondersitzung mit der Aktion befassen. Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Landtagsfraktion.
Der Buckelwal war mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Gegen die Einschätzung von Fachleuten hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) Mitte April überraschend grünes Licht für den Transportversuch einer privaten Initiative gegeben, die den Wal retten wollte. Das Tier wurde in einer spektakulären, aber umstrittenen Aktion mit einer Art Lastkahn in die Nordsee transportiert und dort freigelassen. Mitte Mai wurde der Wal dann tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.
CDU-Fraktion fordert „volle Transparenz“
Die artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Schlupp, sagte, man erwarte von Umweltminister Backhaus volle Transparenz darüber, „welche fachlichen Gutachten seiner Entscheidung damals tatsächlich zugrunde lagen“.
Backhaus hatte vergangene Woche als Reaktion auf Medienberichte erklärt, dass der Rettungsversuch nach der geltenden Rechtslage nicht genehmigt werden musste, sondern allenfalls untersagt werden konnte. „Eine Untersagung war rechtlich nur möglich, wenn wir uns sicher wären, dass der Rettungsversuch eindeutig unzulässig wäre“, hatte er gesagt.