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AfD will alle Parteien zu Sondierungen einladen

Wie könnte eine künftige Regierung in Magdeburg aussehen? Die AfD will in Sachsen-Anhalt alle Parteien zu Gesprächen einladen – doch ob jemand darauf eingehen wird, ist unklar.

08.09.2026

Tobias Rausch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion: Alle im Landtag vertretenen Parteien bekommen einen Brief. (Archivbild) Heiko Rebsch/dpa

Tobias Rausch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion: Alle im Landtag vertretenen Parteien bekommen einen Brief. (Archivbild) Heiko Rebsch/dpa

© Heiko Rebsch/dpa

Die AfD in Sachsen-Anhalt will alle im Landtag vertretenen Parteien zu Sondierungsgesprächen einladen. „Morgen bekommt jede im Landtag vertretene Partei von uns einen Brief, wo wir zu Sondierungsgesprächen einladen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Montagabend in der MDR-Sendung „Fakt ist“. „Wir sind natürlich, weil wir jetzt nicht die absolute Mehrheit haben, auch kompromissbereit in gewissen Sachen.“ Man werde sehen, wer die Gesprächsangebote annehme. 

BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig betonte erneut, nicht in eine Koalition mit der AfD gehen zu wollen. „Wir haben immer gesagt, wir gehen in keine Koalition. Wir möchten, dass mit wechselnden Mehrheiten regiert wird.“ Es gehe darum, Mehrheiten für einzelne Projekte zu finden.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD mit deutlichem Abstand die meisten Stimmen holte, deutet sich eine schwierige Regierungsbildung an. Vor der Wahl hatten alle anderen Parteien eine Koalition mit der Partei ausgeschlossen.