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AfD weiter im Umfragehoch im Nordosten

Umfragen sehen eine Wählerwanderung nach der Abstimmung zum Landtag in Mecklenburg-Vorpommern. Ministerpräsidentin Schwesig als Kanzlerkandidatin an der SPD-Spitze würde nur eine Minderheit begrüßen.

29.10.2026

Die AfD bleibt laut Umfragen stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern, ist aber in der Opposition - hier beglückwünscht Fraktionschef Enrico Schult die wiedergewählte Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD). (Archivbild)Jens Büttner/dpa

Die AfD bleibt laut Umfragen stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern, ist aber in der Opposition - hier beglückwünscht Fraktionschef Enrico Schult die wiedergewählte Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD). (Archivbild)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Kurz nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die AfD einer Umfrage zufolge weiter an Zustimmung. Bei einer Befragung des Insa-Instituts im Auftrag des Nordkuriers gaben 39 Prozent an, für die Partei stimmen zu wollen. Bei der Landtagswahl hatte die AfD 38,2 Prozent der Stimmen erhalten. Der Anteil der SPD sinkt im gleichen Zeitraum von 35,5 auf 32 Prozent. Ob es damit bei einer Abstimmung jetzt für die derzeit in Verhandlungen stehende rot-rot-grüne Koalition reichen würde, ist unklar.

Zwar gewänne die Linke gegenüber dem Wahlkampfabend (6,5) 2,5 Prozent hinzu und käme auf 9 Prozent. Zugleich aber rutschen die Grünen in der Sonntagsfrage von 5,7 auf 5 Prozent ab. Das gleiche Ergebnis würden CDU und BSW erzielen, die bei der Landtagswahl noch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind.

Die online durchgeführte Umfrage mit 1.000 Befragten gilt als repräsentativ. Insa gab die statistische Fehlertoleranz mit +/-3,1 Prozent an, womit offen bleibt, ob und welche der drei Parteien, die bei 5 Prozent stehen, ins Parlament einziehen würde.

Keine Mehrheit für SPD-Bundesvorsitz von Schwesig

Zugleich hat sich eine relative Mehrheit der Befragten gegen einen immer wieder diskutierten Gang von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in die Bundespolitik ausgesprochen. Insgesamt 42 Prozent der Befragten sagten, sie seien eher (20 Prozent) oder absolut (22 Prozent) dagegen, dass Schwesig Bundesvorsitzende der SPD werde. 39 Prozent wären eher (18 Prozent) oder absolut (21 Prozent) dafür. Dem Rest der Befragten war es egal oder sie wollten und konnten keine Angaben dazu machen.

Noch größer ist die Ablehnung gegenüber einer möglichen Kanzlerkandidatur Schwesigs bei der nächsten Bundestagswahl, die planmäßig 2029 stattfinden soll: 29 Prozent sprachen sich absolut, weitere 16 Prozent eher dagegen aus - insgesamt 45 Prozent. Demgegenüber würden nur 18 Prozent eine Kanzlerkandidatur Schwesigs stark befürworten, weitere 21 Prozent mäßig - insgesamt also nur 39 Prozent.

Die Gründe für die Ablehnung wurden in der Befragung nicht erfasst. Im Wahlkampf hatte Schwesig betont, für eine weitere Amtszeit in Schwerin bleiben zu wollen und nicht für Parteiämter in Berlin zur Verfügung zu stehen.