AfD setzt auf einen Ministerpräsidenten Siegmund
Nach allen anderen Parteien hat auch die AfD ihren Landtagswahlkampf abgeschlossen. Die Bundeschefs Weidel und Chrupalla glauben an den Erfolg nicht nur in Sachsen-Anhalt.
Die AfD hat den Abschluss ihres Landtagswahlkampfs in Magdeburg gefeiert.Michael Brandt/dpa
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Die AfD hat zum Abschluss des Landtagswahlkampfs in Sachsen-Anhalt ihren Willen bekräftigt, die Regierung übernehmen zu wollen. Ab Montag beginne erst richtig die Arbeit als angehender Ministerpräsident, sagte der AfD-Co-Bundeschef Tino Chrupalla zum Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund. „Wir werden dich mit aller Kraft unterstützen.“
Die Co-Bundeschefin Alice Weidel rief in den vollen Saal: „Uli Siegmund wird morgen Geschichte schreiben für Sachsen-Anhalt, für Deutschland.“
Bei der Veranstaltung mit Hunderten jubelnder und Fähnchen schwenkender Unterstützer sagte Chrupalla weiter: „Diese blaue Welle von Magdeburg wird über Mecklenburg-Vorpommern auch nach Berlin schwappen. Sie wird am Ende auch im Bund zu Veränderungen führen.“
Auch mit einer Stimme Mehrheit in Regierungsverantwortung
Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sagte: „Noch einmal schlafen, dann holen wir uns unser Land zurück“. Das Ziel sei 45 Prozent plus X. „Natürlich werden wir auch mit einer Stimme Mehrheit in Regierungsverantwortung treten“, sagte Siegmund. „Weil wir in der AfD zusammenhalten, weil wir nicht diese Zustände haben wie bei der CDU.“
Seit über drei Jahren bereite sich die AfD auf die Übernahme der Regierungsverantwortung im Land vor. Man habe sich so vernetzt, „dass wir alle klugen Köpfe dieses Landes natürlich zusammenziehen, um hier wirklich ab Tag eins entsprechend zu handeln und nicht zu reden“. Siegmund kündigte Abschiebungen ab Tag eins an.
Aber egal, wie die Wahl am Sonntag ausgehe, sagte Siegmund „Wir haben bereits Geschichte geschrieben.“ Was in Sachsen-Anhalt begonnen worden sei, „das lässt sich nicht mehr aufhalten“.
„Stein ins Rollen bringen“
Oliver Kirchner, Co-Fraktionschef der AfD im sachsen-anhaltischen Landtag, betonte: „Wir werden hier in Sachsen-Anhalt die Wahl gewinnen und Sachsen-Anhalt zum Leuchtturmprojekt für fünf gute Jahre in Sachsen-Anhalt machen und somit auch den Stein für die Bundespolitik ins Rollen bringen.“
Die AfD lag in allen Umfragen mit ihrem 35 Jahre alten Spitzenkandidaten Siegmund deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Landesverband der Partei hat eine Alleinregierung zum Ziel erklärt.
In der letzten Umfrage vor der Wahl kam die AfD auf 41 Prozent. Die CDU lag in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF bei 23 Prozent.