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AfD in MV setzt im Finale auf Nichtwähler-Mobilisierung

Lange lag die AfD in Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern vorn, in einer neuen Erhebung wurde sie nun von der SPD überholt. Sie setzt aber auf einen ähnlichen Effekt wie in Sachsen-Anhalt.

18.09.2026

Die AfD will für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bisherige Nichtwähler mobilisieren.Philip Dulian/dpa

Die AfD will für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bisherige Nichtwähler mobilisieren.Philip Dulian/dpa

© Philip Dulian/dpa

Im Endspurt vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern setzt die AfD auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler. „Das hat ja in Sachsen-Anhalt auch diesen Effekt gegeben, dass bisherige Nichtwähler dann tatsächlich noch zur Wahl gegangen sind, weil sie etwas ändern wollen“, sagte Leif-Erik Holm, AfD-Kandidat für das Ministerpräsidentenamt, am Freitagabend in Neubrandenburg der dpa.

Vor rund zwei Wochen errang die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent der Stimmen das stärkste Ergebnis ihrer Geschichte - mehr als in allen Umfragen zuvor.

In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in den vergangenen Monaten stark aufgeholt und liegt im ZDF-„Politbarometer“ vom Donnerstag nun vor der AfD: mit 37 zu 36 Prozent. Umfragen sind aber generell mit Unsicherheiten behaftet. Sie bilden nur den Stand zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognose. Zudem haben sie statistisch bedingt eine Fehlermarge.

AfD zeigt sich offen für mögliche Koalitionsgespräche

Holm gestand zu, dass es nach den Umfragen derzeit nicht nach einer AfD-Regierung in Schwerin aussieht. „Aber wie gesagt, das hängt ja von den Nichtwählern auch ab, die dann vielleicht auch ins Wahllokal gehen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Co-Landesparteichef. „Da warten wir mal ab, wie die Wähler entschieden haben, und dann werden wir schauen, ob da theoretisch zumindest Optionen möglich sind.“ Vor einer Woche hatte Holm gesagt, er sei im Fall der Fälle offen für Koalitionsgespräche mit allen Parteien. Ein Koalitionspartner für die AfD ist unterdessen aber nicht in Sicht.

Vor Hunderten Anhängern beging der AfD-Landesverband am Abend in Neubrandenburg sein Wahlkampffinale. Dabei waren unter anderem die Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel sowie der Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund.