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Neuer Landrat im Kreis Spree-Neiße gesucht - Vier Kandidaten

Im Kreis Spree-Neiße entscheidet sich, wer Landrat wird. Die AfD rechnet sich nach zuletzt guten Wahlergebnissen in dem Kreis Chancen aus. Was die Kandidaten für die Region planen.

06.03.2026

Im Landkreis Spree-Neiße wird ein neuer Landrat gewählt. (Symbolbild)Sebastian Kahnert/dpa

Im Landkreis Spree-Neiße wird ein neuer Landrat gewählt. (Symbolbild)Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Im Landkreis Spree-Neiße wird am Sonntag ein neuer Landrat gewählt. Insgesamt vier Kandidaten stehen zur Wahl - von CDU, AfD, SPD und „Die Partei“. Amtsinhaber Harald Altekrüger (CDU) wird am Sonntag nicht mehr antreten und sich in den Ruhestand verabschieden. 

In den kommenden Jahren dürfte für den Kreis im Südosten Brandenburgs das Gelingen des Strukturwandels eines der Kernthemen werden. Das Lausitzer Braunkohlerevier liegt mitten in dem Kreis. Auch der demografische Wandel drückt auf die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises.

Zuletzt war der Landkreis zur AfD-Hochburg geworden. Bei der Kommunalwahl im Juni 2024 erzielte die AfD mit 38,2 Prozent ihr stärkstes Ergebnis in Brandenburg – fast doppelt so viele Stimmen wie die CDU mit 20,1 Prozent. Bei der Europawahl holte die AfD im Landkreis 37,8 Prozent und bei der Landtagswahl im September 2024 erreichte sie im Wahlkreis Spree-Neiße II 41,7 Prozent.

Ein Wahlsieg der AfD-Kandidatin Christine Beyer scheint daher möglich. Beyer will unter anderem den Klinikstandort in der Kreisstadt Forst erhalten. Die 61-jährige Produktmanagerin sitzt im Kreisvorstand der AfD und leitet seit 2024 die AfD-Fraktion im Forster Stadtparlament.

CDU-Kandidat wirbt für aktiven Strukturwandel

CDU-Kandidat Martin Heusler möchte den Strukturwandel aktiv mitgestalten. Laut seiner Website wolle er, dass „Zukunft nicht irgendwo anders passiert, sondern genau hier bei uns“. Der Oberstleutnant ist Kreistagsabgeordneter im Landkreis Spree-Neiße.

Die SPD geht mit Heiko Jahn ins Rennen. Er will künftig ein Hauptaugenmerk darauf richten, „die Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft zu marktfähigen Produkten“ zu entwickeln. Jahn ist Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, die sich auch um die Verteilung der Gelder aus dem Kohleausstieg kümmert.

„Die Partei“ mit satirischen Forderungen im Rennen

Der vierte Kandidat ist Robert Hanschke von der Partei „Die Partei“. Für die Spaßpartei fordert er unter anderem: „Eckkneipen gehören wieder in die Mitte der Gesellschaft“ und „Neubau nur mit Luftschutzbunker“. Er arbeitet nach Angaben des Kreises als Lehrer.