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AfD-Spitze will Veranstaltung mit Sellner unterbinden

Martin Sellner soll nächste Woche mit AfD-Politikern in Luckenwalde auftreten – die AfD-Spitze interveniert und will die Veranstaltung stoppen.

15.01.2026

IB-Vordenker Martin Sellner im vergangenen Sommer bei einer Kundgebung der rechtsextremistischen Kleinpartei „Freie Sachsen“ (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

IB-Vordenker Martin Sellner im vergangenen Sommer bei einer Kundgebung der rechtsextremistischen Kleinpartei „Freie Sachsen“ (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

© Sebastian Willnow/dpa

Eine von zwei Brandenburger AfD-Politikern für nächste Woche geplante Veranstaltung mit dem Österreicher Martin Sellner soll nach dem Willen der AfD-Spitze und des Brandenburger Landeschefs René Springer wieder abgesagt werden. Organisiert wird die Veranstaltung von dem AfD-Bundestagsabgeordneten Steffen Kotré und seiner Frau, der Brandenburger Landtagsabgeordneten Lena Kotré.

Die Parteichefs Alice Weidel, Tino Chrupalla sowie Springer bestätigten der dpa einen entsprechenden „Welt“-Bericht. Demnach gab es ein Gespräch Chrupallas, Weidels und Springers mit Steffen Kotré. Man gehe nach dem Gespräch davon aus, dass die Veranstaltung nicht stattfinde, sagte Chrupalla „Welt“.

Geplanter Vortrag zu „Remigration“

Lena Kotré hatte bei X für den 22. Januar einen Vortrag: „Remigration in Theorie und Praxis“ im brandenburgischen Luckenwalde mit Sellner angekündigt. Als Teilnehmer waren auch sie selbst und ihr Mann aufgeführt. Springer sagte der dpa: „Der Landesvorstand war über Planung und Durchführung der betreffenden Veranstaltung nicht informiert und hatte hiervon keine Kenntnis.“ 

Der Verfassungsschutz stuft die Identitäre Bewegung - Sellner ist deren führende Figur - als rechtsextremistisch ein. Die Personalie Sellner war dem „Welt“-Bericht zufolge im vergangenen Jahr mehrmals Thema im AfD-Bundesvorstand, wo geraten worden sei, zu dem österreichischen Identitären auf Abstand zu gehen.

„Welt“ zitierte den Österreicher mit den Worten: „Ich harre der Dinge, die kommen und gebe bis zu einer endgültigen Entscheidung keinen Kommentar ab.“