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AfD-Landeschef Reichardt attackiert Regierungschef Schulze

In Magdeburg stellt die AfD ihr 100-Tage-Programm vor. AfD-Landeschef Reichardt nennt die CDU eine Partei von „machtgierigen Unionsspießern“ und kritisiert Spitzenkandidat Schulze.

11.07.2026

„Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern“, sagte AfD-Landeschef Martin Reichardt.Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

„Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern“, sagte AfD-Landeschef Martin Reichardt.Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der sachsen-anhaltische AfD-Landeschef Martin Reichardt hat die CDU scharf kritisiert und Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vorgeworfen. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe, sagte Reichardt zu Beginn eines AfD-Landesparteitags in Magdeburg. „Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten.“

Reichardt sagte weiter: „Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.“ Schulze stehe für eine „pseudokonservative Regierung, die an den Fäden der Linksextremisten zappelt“.

Acht Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist heute die Neuwahl des Landesvorstands geplant. Außerdem möchte die AfD auf dem Parteitag ein 100-Tage-Programm vorstellen.

Verfahrensfehler bei Zustellung von Unterlagen?

In Umfragen hatte die Partei mit ihrem 35-jährigen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zuletzt deutlich vor der CDU gelegen. In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Der Landesverband hat rund 3.500 Mitglieder.

Vor dem Parteitag hatte ein Mitglied einen Verfahrensfehler moniert. Bei der Zustellung von Unterlagen zu Satzungsänderungen soll die Frist von zwei Wochen um einen Tag verpasst worden sein. Der Landesvorstand wies das zurück. „Wir haben alle Fristen gewahrt“, sagte Landesvorstandsmitglied Tobias Rausch. Die Delegierten votierten dafür, am Tagesordnungspunkt festzuhalten.