A4 und A71: Autofahrer erwarten mehrere Großbaustellen
Neue Rastanlagen, Tunnel-Sanierungen und Straßenerneuerungen: Was Autofahrer auf Thüringens Autobahnen in diesem Jahr erwartet und wie die Verkehrseinschränkungen minimiert werden sollen.
Rund 100 Millionen Euro werden in diesem Jahr in das Thüringer Autobahnnetz investiert, zwei Drittel davon fließen in den Streckenerhalt. Michael Reichel/dpa
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Autofahrer müssen sich in diesem Jahr auf einige Großbaustellen auf den Thüringer Autobahnen einstellen. „Wir bauen nicht unter Vollsperrung, sondern immer unter laufendem Verkehr“, betonte der Erfurter Außenstellenleiter der Autobahn GmbH des Bundes, Danko Knothe. Rund 100 Millionen Euro will das Unternehmen in diesem Jahr im Freistaat investieren. Im Fokus stehen dabei umfangreiche Fahrbahnerneuerungen auf der A4 und der A71, die Sanierung von Tunneln sowie der Neubau zweier Rastanlagen. Die Verkehrseinschränkungen durch die Baustellen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Ein Überblick über die wichtigsten Arbeiten:
A4 Eisenach-Dresden
Sie gehört zu den wichtigsten Transitstrecken in Ost-West-Richtung. Zwischen den Anschlussstellen Jena-Zentrum und Stadtroda - einem der am meisten frequentierten und staureichsten Abschnitte in Thüringen - werden ab April altersbedingte Fahrbahnschäden behoben und Wartungsarbeiten durchgeführt. Zunächst wird auf dem 8,5 Kilometer langen Abschnitt die Richtungsfahrbahn Frankfurt saniert und der gesamte Verkehr jeweils zweispurig über die Richtungsfahrbahn Dresden geführt. Aufgrund dieser Verkehrsführung werden die WC-Parkplätze Rodablick gesperrt. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2028 an und kosten den Angaben nach 45,7 Millionen Euro.
A71 Sangerhausen-Schweinfurt
Zwischen den Anschlussstellen Artern und Heldrungen wurde bereits damit begonnen, die Baustelle einzurichten. Ab Mitte April werden dann dort unter anderem Fahrbahnschäden behoben. Bis Ende dieses Jahres ist auf dem 5,7 Kilometer langen Abschnitt mit Einschränkungen zu rechnen. Zunächst wird der Verkehr Richtung Sangerhausen über die Fahrbahn Schweinfurt geleitet. Der Verkehr fließt in der Baustelle jeweils einspurig. Zeitweise müsse auch die Anschlussstelle Artern und die Rastanlagen Hohe Schrecke gesperrt werden. Rund 24 Millionen Euro werden in diesem Jahr für die dortige Fahrbahnerneuerung aufgewendet. Auch die Rastanlagen Hohe Schrecke sollen erneuert werden und mehr Lkw-Stellplätze erhalten.
Tunnel auf der A71
Am rund 1,7 Kilometer langen Tunnel Schmücke im Thüringer Wald haben die Instandsetzungsarbeiten bereits begonnen. Bis Ende nächsten Jahres werden in den beiden Röhren unter anderem Beleuchtung, Kameras und die Lüftung erneuert. Auch Fahrbahn und Entwässerung werden saniert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 20,3 Millionen Euro. Zunächst bleibt die Röhre in Richtung Sangerhausen gesperrt. Gute Nachrichten gibt es für den Tunnel Eichelberg zwischen Meiningen-Süd und der bayerischen Landesgrenze: Mitte dieses Jahres sollen dort die bereits seit 2024 laufenden Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein und der Verkehr wieder normal rollen können.
Neue Rastanlagen auf der A4
Sie werden vor allem von Lastwagenfahrern in der Nacht gebraucht: Stellplätze. Zwischen den Anschlussstellen Magdala und Bucha auf der A4 entstehen daher zwei komplett neue Rastanlagen. Mit den Anlagen Pfingsttal und Amselberg sollen 88 neue Lkw-Stellplätze angeboten werden. Auch Caravan-Stellplätze wird es geben. Die Bauarbeiten beginnen im Juni und dauern insgesamt bis Mitte 2028. Rund 25,2 Millionen Euro werden sie kosten.