dpa

41-jährige Gorilla-Dame im Berliner Zoo gestorben

Vier Jahrzehnte lang lebte das Weibchen im Berliner Zoo. Jetzt muss sich die Gorillafamilie von ihm verabschieden. Für Besucher bleibt das Affenhaus in der Zeit geschlossen.

23.09.2026

Nach einer Zahn-OP wachte Mpenzi nicht mehr aus der Narkose auf. Handout / Berlin/2026 Zoo Berlin / 2026 Tierpark Berlin/dpa

Nach einer Zahn-OP wachte Mpenzi nicht mehr aus der Narkose auf. Handout / Berlin/2026 Zoo Berlin / 2026 Tierpark Berlin/dpa

© Handout / Berlin/2026 Zoo Berlin / 2026 Tierpark Berlin/dpa

Im Alter von 41 Jahren ist das Gorilla-Weibchen Mpenzi im Berliner Zoo gestorben. Mpenzi sei nach einer Zahn-OP nicht mehr aus der Narkose erwacht, teilte der Zoo mit. Das Weibchen wurde am 9. Juli 1985 im Zoo Berlin geboren und war somit vier Jahrzehnte lang Teil der Gorillafamilie. 

Bei älteren Tieren werde sehr sorgfältig abgewogen, ob ein Eingriff unter Vollnarkose vermeidbar sei, erklärte Zoodirektor Andreas Knieriem. In Mpenzis Fall sei die Zahnbehandlung erforderlich gewesen. Der Eingriff sei von einem Team aus sechs erfahrenen Veterinärmedizinern durchgeführt worden. „Trotz aller Erfahrung und moderner tiermedizinischer Möglichkeiten lässt sich ein Narkoserisiko leider niemals vollständig ausschließen.“

Im natürlichen Lebensraum liege die durchschnittliche Lebenserwartung von Gorillas bei 35 bis 40 Jahren, so Biologin Jennifer Hahn vom Berliner Zoo. „In menschlicher Obhut können Gorillas über 40 Jahre alt werden. Im Vergleich zum Menschen wäre das etwa ein Alter von 70-80 Jahren.“

Der Gorillagruppe werde jetzt Zeit gegeben, sich von Mpenzi zu verabschieden. Das Affenhaus bleibe in der Zeit für Zoo-Gäste geschlossen, voraussichtlich bis einschließlich Donnerstag, sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister.