dpa

37-Jähriger entkommt Erpresser mit Zettel-Trick

Ein 37-Jähriger soll in Kempten bedroht und zur Abhebung von 800 Euro gezwungen worden sein. In einer Bank gelingt es ihm, unbemerkt um Hilfe zu bitten.

31.07.2026

Ein 37-Jähriger hat in einer Bank in Kempten mit einem handgeschriebenen Zettel unbemerkt die Polizei alarmieren lassen. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

Ein 37-Jähriger hat in einer Bank in Kempten mit einem handgeschriebenen Zettel unbemerkt die Polizei alarmieren lassen. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Mit einem handgeschriebenen Hilferuf an eine Bankangestellte hat sich ein 37-Jähriger in Kempten aus einer mutmaßlichen Erpressung befreit. Wie die Polizei mitteilte, schob der Mann der Mitarbeiterin einen Zettel zu, auf dem er sie bat, die Polizei zu alarmieren. Die Angestellte reagierte und verständigte die Beamten.

In der Bank traf die Polizei neben dem 37-Jährigen auf einen 20-Jährigen. Dieser soll den Mann zuvor in einer Fußgängerunterführung abgepasst, gegen eine Wand gedrückt und mit dem Tod bedroht haben. Nach bisherigen Erkenntnissen forderte er 800 Euro Bargeld.

Da der 37-Jährige das Geld nicht bei sich hatte, gingen beide den Angaben zufolge zunächst in dessen Wohnung. Dort übergab der Bedrohte dem 20-Jährigen eine Sammlermünze von geringem Wert. Weil ihm das nicht genügt habe, soll der Tatverdächtige den 37-Jährigen anschließend zur Abhebung des geforderten Geldes gedrängt haben.

Das Opfer musste nach Angaben der Polizei zu Fuß gehen, während der 20-Jährige ihn auf einem E-Scooter beaufsichtigt haben soll.

In der Bank nutzte der 37-Jährige schließlich den Zettel, um unbemerkt Hilfe zu holen. Die Kriminalpolizei Kempten übernahm die Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand vermutet sie einen Zusammenhang der Tat mit Drogenkonsum und unerlaubtem Drogenhandel.