34 Bewerbungen für Studienplätze zum Landzahnarzt
34 Menschen wollen in Sachsen Zahnmedizin studieren und sich für den ländlichen Raum verpflichten. Wer einen der acht Plätze bekommt, entscheidet ein Auswahlverfahren.
Mit dem Landzahnarztgesetz will Sachsen mehr Zahnärzte für ländliche Regionen gewinnen – fürs kommende Wintersemester haben sich 34 Interessenten auf acht Studienplätze beworben. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa
© Rolf Vennenbernd/dpa
In Sachsen haben sich 34 Bewerberinnen und Bewerber um einen Studienplatz als Landzahnarzt beworben. Im kommenden Wintersemester stehen acht Studienplätze zur Verfügung, wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte. Die Interessenten durchliefen ein mehrstufiges Auswahlverfahren durch die Landesdirektion, das einen Studieneignungstest und bei aussichtsreichen Kandidaten auch Auswahlgespräche zum Inhalt hat, heißt es weiter.
Der sächsische Landtag hatte im vergangenen Dezember mit dem „Landzahnarztgesetz“ die Möglichkeit geschaffen, bis zu 8,1 Prozent der Studienplätze in der Zahnmedizin an Bewerber zu vergeben, die an einer Tätigkeit im ländlichen Raum interessiert sind. Mit der Annahme des Studienplatzes verpflichteten sich erfolgreiche Kandidatinnen und Kandidaten, für mindestens zehn Jahre „in einem unterversorgten oder von einer Unterversorgung bedrohten Gebiet im Freistaat Sachsen“ als Zahnmediziner zu arbeiten, heißt es.
Bereits seit 2022 gibt es ein ähnliches Nachwuchsprogramm für Medizinstudienplätze in Sachsen. Im vergangenen Jahr hatte Sachsens Staatsministerin für Gesundheit, Petra Köpping (SPD), dazu einen Zwischenbericht vorgestellt. Demnach hat sich die Zahl der Bewerber stetig erhöht – von 67 im Jahr 2022 auf 130 im Jahr 2024. Das Durchschnittsalter lag inzwischen bei 21 Jahren, zwei Drittel der Bewerber waren den Zahlen zufolge weiblich. Studienabbrüche habe es bisher nur selten gegeben. Die ersten Studierenden dieses Programms werden nach Abschluss des Studiums und ihrer Facharztausbildung voraussichtlich 2033/34 einsatzbereit sein.