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21 Millionen Überstunden in Sachsen – Hälfte nicht entlohnt

In Sachsen wurden im Vorjahr mehr als 21 Millionen Überstunden geleistet – über die Hälfte davon blieb unbezahlt. Was die Linke im Zuge der Diskussion um eine Arbeitszeitreform dazu sagt.

03.09.2026

21 Millionen Überstunden in Sachsen - gut die Hälfte nicht entlohnt. (Symbolbild)Sina Schuldt/dpa

21 Millionen Überstunden in Sachsen - gut die Hälfte nicht entlohnt. (Symbolbild)Sina Schuldt/dpa

© Sina Schuldt/dpa

In Sachsen haben die lohnabhängig Beschäftigten im Vorjahr mehr als 21 Millionen Überstunden geleistet. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach sind etwas mehr als die Hälfte der Überstunden unbezahlt (11,5 Millionen Stunden). Nach Berechnung der Linken haben Unternehmen somit mehr als 515 Millionen Euro an Lohnkosten eingespart.

„Statt die Leistung der hart arbeitenden Menschen im Freistaat abzuwerten, sollte die Bundesregierung dafür sorgen, dass Beschäftigte vor Lohnraub und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen geschützt werden“, betonte die sächsische Bundestagsabgeordnete Zada Salihović (Die Linke). Wer stattdessen immer längere Arbeitszeiten fordere, dürfe sich dann nicht über höhere Krankenstände wundern.

Die Berliner Regierungskoalition will im Zuge ihrer Reformpolitik die Arbeitszeit flexibilisieren und ein Tagespensum in Einzelfällen auch von mehr als zehn Stunden erlauben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei seiner Sommerpressekonferenz Mitte Juli gesagt, er erwarte im Herbst einen Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zur Arbeitszeitreform.