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19-Jähriger schießt mit Luftdruckpistole auf Menschen

Ein junger Mann randaliert auf einer Feier, schlägt einen Mann ins Gesicht und führt gleich mehrere Waffen mit sich. Bei der Polizei löst er dadurch in Tessin nicht nur einen Einsatz aus.

18.05.2026

Die Polizei musste zweimal wegen eines 19-Jährigen in Tessin ausrücken. (Symbolbild)Carsten Rehder/dpa

Die Polizei musste zweimal wegen eines 19-Jährigen in Tessin ausrücken. (Symbolbild)Carsten Rehder/dpa

© Carsten Rehder/dpa

Durch mehrere Gewalttaten hat ein 19-Jähriger die Polizei in Tessin (Landkreis Rostock) in der Nacht auf Sonntag auf Trab gehalten. Zunächst hatte er nach Angaben der Behörde während einer privaten Feier gegen 22.40 Uhr andere Gäste bedroht und einen 44-Jährigen, der zu schlichten versuchte, mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann musste demnach in eine Klinik gebracht werden. Gegenüber den Beamten sei er „äußerst unkooperativ und dauerhaft aggressiv“ aufgetreten, so die Polizei.

Kurz nach 1.00 Uhr mussten erneut Beamte ausrücken, weil der 19-Jährige aus Tessin laut Zeugen aus seiner Wohnung heraus mit einer Luftdruckpistole auf eine Gruppe von Menschen schoss. Dabei wurde ein 50 Jahre alter Mann nach Polizeiangaben am Bein getroffen und leicht verletzt. Anschließend habe der junge Mann die Wohnung verlassen und sei zu einem gegenüberliegenden Veranstaltungsgebäude gegangen, in das sich die betroffenen Personen zurückgezogen hatten.

Schlagstock, Messer, Luftpistole

Dort schlug er den Angaben zufolge einen 17-Jährigen – als dieser sich wehrte, gingen beide zu Boden. Noch vor Eintreffen der Polizei gelang es Anwesenden demnach, den 19-Jährigen zu überwältigen. Dabei wurden ihm unter anderem eine Luftdruckpistole, ein Schlagstock, ein Klappmesser mit einer 14 Zentimeter langen Klinge und ein Nothammer abgenommen.

Auch der Tatverdächtige wurde bei der Aktion verletzt und wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe entnommen wurde. Die Polizei ermittelt gegen ihn nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung sowie möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz.