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1.000 Ratsuchende im Beratungsmobil der Verbraucherzentrale

Über 36.000 Kilometer hat das Beratungsmobil inzwischen auf dem Tacho. Seit gut einem Jahr bringt es Videoberatungen in 16 Städte. Was wollen die Menschen wissen?

06.04.2026

Das Beratungsmobil der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt erwartet im April seinen 1.000. Ratsuchenden. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das Beratungsmobil der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt erwartet im April seinen 1.000. Ratsuchenden. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Es hat schon über 36.000 Kilometer auf dem Tacho: Das Beratungsmobil der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt dreht seit gut einem Jahr seine Runden durch das Land und erwartet noch im April seinen 1.000. Ratsuchenden. „Wir sind zufrieden und froh über die Nachfrage und die Wahrnehmbarkeit in 16 Orten, wo wir vorher nicht waren“, sagte der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale, Volkmar Hahn, der dpa. 

Auf die Frage, welche Anliegen die Leute hätten, erklärte er: „Wie auch sonst in unserer Beratung reicht es von der Finanzierungs- und Versicherungsberatung bis zu Reklamationen bei Handwerkern oder Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt sind untergeschobene Verträge, ungewollte Zeitschriftenabonnements und unberechtigte Kontoabbuchungen.“

So läuft es mit der mobilen Beratung:

Wer Rat sucht, bucht sich vorab einen Termin. Das kann auch mal ganz spontan sein, wenn das Mobil gerade in der Stadt ist. Beraten wird per Videoschalte aus dem Mobil, Unterlagen können eingescannt werden - um alles kümmert sich ein Servicemitarbeiter.

Durch die regelmäßige Präsenz seit Anfang 2025 alle vier Wochen an den 16 Standorten sei die Bekanntheit vor Ort inzwischen gewachsen, sagte Hahn. „Wir wissen aber, dass eine Beratungsstelle mit Vorträgen oder in Netzwerken zu Behörden oder lokalen Organisationen für den Verbraucherschutz vor Ort mehr leistet als das Mobil mit der Videoberatung.“

Die Beratungen aus dem Mobil machen einen kleinen Teil der Gesamtberatungen aus. „Mehr als 64.000 Verbraucherinnen und Verbraucher ließen sich im Jahr 2025 durch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt beraten, nutzten die Informations- und Bildungsangebote, fragten um Rat bei Aktionen oder erwarben Broschüren“, erklärte Geschäftsführer Hahn.