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1. FC Magdeburg vor „spannenden Wochen“

Zweitligist 1. FC Magdeburg beginnt am Freitag die Rückrunde in Braunschweig. Die ersten Partien könnten richtungsweisend sein, um den Abstiegskampf möglichst schnell hinter sich zu lassen.

15.01.2026

Trainer Petrik Sander blickte in einer Pressekonferenz auf die Rückrunde vorausAndreas Gora/dpa

Trainer Petrik Sander blickte in einer Pressekonferenz auf die Rückrunde vorausAndreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Die Winterpause war ruhig beim 1. FC Magdeburg: Mit 17 steht der Fußball-Zweitligist in der Tabelle oberhalb des Abstiegsrelegationsplatzes. Auf dem Transfermarkt war es bei den Elbestädtern sogar völlig ruhig, lediglich zwei Abgänge von Profis, die ohnehin in der ersten Mannschaft keine Rolle spielten, stehen zu Buche. Neuverpflichtungen gab es – bis jetzt – keine.

„Uns erwarten schwierige Aufgaben und spannende Wochen“, blickte Petrik Sander auf den Saisonstart mit Braunschweig (Freitag, 18:30 Uhr), Dynamo Dresden und Hannover 96 voraus. Man wolle offene Rechnungen begleichen, die aus der Hinrunde entstanden sind. Gerade das 0:1 gegen Braunschweig schmerzt in Magdeburg immer noch. So kam das Thema Wiedergutmachung „aus der Mannschaft. Das zeigt, dass sie sich damit beschäftigen. Und alles, was die Mannschaft allein entscheidet, nimmt uns Arbeit ab“, erklärte Sander.

Team will schwache Hinrunde wiedergutmachen

Nach dem Trainingslager in der Türkei könnten die Blau-Weißen praktisch mit derselben Startelf auflaufen wie im Dezember, auch wenn mit Daniel Heber und Jean Hugonet zwei Spieler wieder zur Verfügung stehen, die zuletzt länger fehlten. Sorgen machen die Wetterbedingungen. „Ich erwarte ein gewisses Maß an Selbstschutz von jedem. Jeder, der wegen einer Krankheit ausfällt, ist eine Krankheit zu viel. Das muss nicht sein“, sagte der 65-Jährige. 

Auch gegen Braunschweig will Sander den Spielstil – Ballbesitz, dominantes Auftreten, betontes Flügelspiel – nicht verändern. „Wir brauchen eine gute Restraumverteidigung. Da ist Obacht geboten von der ersten Sekunde“, so der FCM-Trainer. Defensiv zeigte der FCM auch im Trainingslager einige Schnitzer, kassierte gegen Drittligist Ulm beim 4:2-Erfolg Gegentreffer nach Unkonzentriertheiten. 

Keine Neuzugänge, keine Stammspieler abgegeben

Nicht mehr beim FCM sind Abu-Bekir El-Zein, der nach Ulm wechselte, und Emir Kuhinja (Beroe Stara Zagora/Bulgarien). Beide Spieler kamen ohnehin nicht in der Zweitligaelf zum Einsatz. Andi Hoti ist ebenso nicht mehr Teil des Profikaders, hier dürfte noch ein Wechsel erfolgen. Zugänge kann der FCM nicht verzeichnen, Sportdirektor Otmar Schork sprach zuletzt davon, dass der Kader gut besetzt sei – möglicherweise geht Magdeburg ohne neue Spieler in die Rückrunde.

Die ersten Partien in Braunschweig und gegen Dresden dürften für den FCM richtungsweisend sein. Knüpfen die Magdeburger an den guten Rückrundenabschluss mit zehn Punkten aus vier Spielen an, könnten die Abstiegssorgen schnell kleiner werden und das Selbstvertrauen vor der Rückkehr von Ex-Trainer Christian Titz noch einmal deutlich wachsen.