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Gläubige gestalten Elemente fürs Ostertuch

Aktion der Pfarrei St. Peter und Paul

Mittwoch, 1. April 2020 - 18:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Aus vielen einzelnen Teilen soll ein Ganzes werden – ein Ostertuch. „Wir wollen die Gemeinde in die Kar- und Ostertage einbinden“, erklärt Martin Limberg, Pfarrer der Pfarrei St. Peter und Paul in Ramsdorf, Velen und Hochmoor die Idee hinter dem Projekt. Viele Gläubige haben bereits Tücher gestaltet und in einer der drei Kirchen hinterlassen.

Foto: Lars Johann-Krone

Die Pfarrei St. Peter und Paul hat zur Ostertuch-Aktion aufgerufen. Gläubige können kleine Tücher gestalten, die bald zu einem großen Tuch verknüpft werden und Ostern den Altar schmücken sollen.

RAMSDORF/VELEN/HOCHMOOR. Mit dem Tuch lasse sich einiges ausdrücken, was in der Liturgie und in den biblischen Erzählungen von Bedeutung sei, sagt Limberg. Dafür sind die Gläubigen aufgerufen, bis zum 4. April ein Stück Stoff (kein Jersey, ohne Elastan) in der Größe 25 mal 25 Zentimeter (etwas Rand lassen), versehen mit ihrem Namen und einem Handabdruck, abzugeben.

Zeichen der Gemeinschaft

Pfarrer Limberg und sein Team möchten in der Corona-Krise, in der keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden, ein sichtbares Zeichen der Gemeinschaft und der Verbundenheit setzen. Weil bereits einen Tag nach dem ersten Aufruf so viele Stoffteile zusammengekommen sind, dass in der Kürze der Zeit kein Tuch daraus genäht werden kann, sollen die Quadrate am Palmsonntag, 5. April, im Altarraum der St.-Walburga-Pfarrkirche ausgelegt werden: „Sie erinnern uns daran, dass die Menschen beim Einzug Jesu in Jerusalem ihre Kleidungsstücke zur Begrüßung auf die Erde gelegt haben“, erklärt Limberg.

Küster Werner Heisterkamp kümmert sich anschließend darum, dass aus den Stoffteilen für Karfreitag, 10. April, ein Tuch entsteht, mit dem das Kreuz in der St.-Walburga-Kirche verhüllt wird. Bereits bei der Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstag, 9. April, soll das Tuch den Altar bedecken. Was an Ostern ist, weiß Pfarrer Limberg noch nicht. „Wir gehen mit dem österlichen Geheimnis im wahrsten Sinne auf Tuchfühlung“, bleibt er im Bild: „Wir begrüßen Jesus in Jerusalem, sitzen mit ihm am Tisch, legen ihn ins Grab.“ Das Tuch sei an allen Tagen ein starkes Symbol.

Nach Ende des Corona-Ausnahmezustandes soll das Ostertuch auch an die anderen Gottesdienstorte der Pfarrei gebracht werden, betont Martin Limberg: „Es wird uns immer an diese Zeit erinnern.“

Die Gottesdienste aus der St.-Walburga-Kirche werden sonntags ab 10 Uhr sowie montags bis freitags ab 18 Uhr gestreamt.


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