VelenFREI

Familien stehen für Impfung Schlange

Aktion in der Thesingbachhalle in Velen

Montag, 10. Januar 2022 - 12:00 Uhr

von Richard Kaschny

Eine lange Warteschlange aus Erwachsenen und Kindern hat sich am Samstag vor der Thesingbachhalle in Velen gebildet. Trotz des strömenden Regens warteten sie auf eine Impfung. Sämtliche Kinder waren jünger als zwölf Jahre und sollten an dem Tag gegen das Coronavirus geimpft werden.

Trotz des Regenwetters haben die Familien vor der Thesingbachhalle geduldig auf die Impfung gewartet.

VELEN. Dr. Michael Schmitt, der am Samstag drei Stunden lang als Impfarzt im Einsatz war, erklärte, dass insgesamt rund 540 Impfungen vorgenommen wurden. Zusammen mit den Ärzten Udo Thebing-Barrier und Dr. Tenkamp sei im Vorfeld aufgrund der vielen Nachfragen von Eltern die Idee entstanden, eine solche Impfaktion in Velen anzubieten, erklärte er. Da alle Beteiligten sehr kooperativ gewesen seien, sei schnell ein Termin und die Thesingbachhalle aufgrund der baulichen Voraussetzungen als geeigneter Ort gefunden worden, lobte er die gute Zusammenarbeit.

Jeweils 180 Impfungen

Die Impfaktion wurde im Internet angekündigt, und es war einer Anmeldung erforderlich. Dr. Schmitt sagte, dass jeder Arzt jeweils rund 180 Impfungen vornehmen werde und die 540 verfügbaren Plätze innerhalb von nur einer Stunde vergeben waren. Für den Mediziner war auffällig, dass besonders die jüngeren Kinder sehr mutig waren und die Impfung oft kommentarlos zuließen. Besondere Probleme habe es an diesem Tag nicht gegeben, bilanzierte er.

Keine Diskussion in der Familie

Katia Samefe (41) betonte, dass es mit ihrer Tochter Mara (8) keine Diskussion über die Impfung gegeben habe. Mara sei damit sehr einverstanden, weil sie sich ein schnelles Ende der Coronavirus-Pandemie wünsche. Janina Robnitzki (37) und ihre Tochter Amelie (8) sagten, dass in der Schule über das Thema Impfen diskutiert wurde, und sich die Familie gemeinsam mit Amelie für die Impfung entschieden habe. Amelie fiel diese Entscheidung auch deshalb nicht schwer, weil ihre ältere Schwester bereits geimpft ist und ihre Eltern schon geboostert sind.

Wiederholung ist noch unklar

Ähnlich verhielt es sich bei Familie Konniger. Vater Andre und seine Frau Marion mussten mit den Söhnen Amadeus (8) und Antonius (10) nicht lange diskutieren. Auch hier war der größere Bruder bereits geimpft. Amadeus versicherte mit ernstem Gesicht nach dem Pieks mit der Spritze, dass das „ein wenig weh tat“, es aber nicht schlimm gewesen sei. Insgesamt kam diese Impf-Aktion bei den Velener Eltern gut an. Ob es eine Wiederholung der Aktion geben wird, stand aber am Samstag noch nicht fest.

Foto: Richard Kaschny

Andre und Marion Konniger haben mit ihren Kindern Amadeus (8, links) und Antonius (10) den Impftermin wahrgenommen.