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Weihbischof Christoph Hegge bei Obdachlosen-Wallfahrt in Maria Veen

Erste Veranstaltung dieser Art

Donnerstag, 23. Mai 2019 - 18:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Das Haus Maria Veen hat erstmalig eine Wallfahrt für Obdachlose organisiert. Unter die mehr als 200 Teilnehmer mischte sich auch Weihbischof Dr. Christoph Hegge.

Foto: pd

Weihbischof Dr. Christoph Hegge mischte sich bei der Obdachlosen-Wallfahrt in Maria Veen unter die Teilnehmer.

MARIA VEEN. Ein Selfie als Erinnerung an einen schönen Tag – da lässt sich Weihbischof Dr. Christoph Hegge nicht lange bitten. Freundlich lacht er mit dem älteren Paar in die Kamera. Für die allermeisten, die am Mittwoch zur Wallfahrt für Obdachlose nach Maria Veen gekommen sind, sei das Treffen mehr als eine Pilgerreise, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei ein Wiedersehen mit Bekannten und Freunden in ähnlichen Lebenssituationen.

Mehr als 200 Teilnehmer

Erstmals hatte das Haus Maria Veen diese besondere Wallfahrt ausgerichtet. Mehr als 200 Teilnehmer aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich dazu auf den Weg in die Einrichtung des Vereins für katholische Arbeiterkolonien gemacht. Die Wallfahrt findet jedes Jahr jeweils an einem anderen Ort in Nordrhein-Westfalen statt. Das Motto dieses Mal: „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“

Zu Beginn des Tages hatte Bruder Gereon Henkhues einen Gottesdienst mit den Pilgern gefeiert. Nach dem Mittagessen gab es für die auswärtigen Teilnehmer aus Paderborn, Essen, Dortmund, Unna, Münster, Köln und Leverkusen bei einem „Markt der Möglichkeiten“ jede Menge Informationen über das Leben im Haus Maria Veen und Gelegenheit zum Austausch. Die Bewohner und Mitarbeiter berichteten dabei auch über die Seelsorge in der Einrichtung und die spirituelle Begleitung.

Weihbischof nahm sich Zeit

Am Nachmittag mischte sich Weihbischof Dr. Christoph Hegge unter die Teilnehmer: „Sie sind oftmals mehr und länger auf der Straße unterwegs als andere“, nahm der Weihbischof das Leitwort der Wallfahrt auf. Er appellierte an die Frauen und Männer, auf ihrem persönlichen Lebensweg Frieden auszustrahlen. Beispielsweise durch ein Lächeln: „Ihr Gegenüber wird sich wertgeschätzt fühlen. Seien Sie Friedensmenschen.“

Im Gespräch erzählten die Teilnehmer dem Gast aus Münster von ihren Freuden, aber auch ihren Problemen und Schwierigkeiten im Alltag und auf der Straße. Der Weihbischof nahm sich Zeit, hörte zu, fragte nach, machte Mut. Beim Schlusssegen vor der Heimfahrt wünschte Hegge den Teilnehmern vor allem Wohlergehen.

Hermann Josef Baumann, Leiter des Hauses Maria Veen, freute sich über die große Resonanz. Mit 120 Teilnehmern hatten die Organisatoren ursprünglich gerechnet (die BZ berichtete). Fast doppelt so viele kamen, um miteinander zu beten, zu singen, zu essen und zu reden, heißt es abschließend in der Mitteilung.


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