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Schwimmbad im Benediktushof bleibt vorerst bis Ende 2023 geöffnet

Einrichtung erhält Sonderkündigungsrecht

Freitag, 30. September 2022 - 20:00 Uhr

von Stephan Werschkull

Ursprünglich sollte im Gemeinderat in dieser Woche eine Resolution an das Land Nordrhein-Westfalen verabschiedet werden, die sich für den Erhalt des Schwimmbads am Benediktushof einsetzt. Doch dazu kam es in der Sitzung am Mittwoch nicht.

Foto: BZ-Archiv

MARIA VEEN. Bürgermeister Manuel Deitert stellte den Ratsmitgliedern stattdessen einen Kompromiss vor, der kurzfristig zwischen dem Benediktushof und den Nutzern des Bads geschlossen wurde. Teil des Kompromisses: Das Bad soll vorerst bis Ende 2023 geöffnet bleiben.

Ab dem neuen Jahr werde aber ein neuer Mietvertrag gelten, der dem Benediktushof ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Dieses gilt in zwei Szenarien. Wenn an dem Hallenbad ein Schaden entsteht, der den Betrieb beeinträchtigt, kann der Benediktushof den Nutzern kündigen. Das Gleiche gilt bei einer Explosion der Energiekosten, die der Benediktushof nicht tragen kann.

Sanierungskosten von etwa 850.000 Euro

Hintergrund der Schließung sind unter anderem mittelfristige Sanierungskosten von etwa 850.000 Euro. Jetzt komme ein gemeinsames Schreiben an Landessportbund und Landesregierung in Frage, um um Hilfe zu bitten, berichtete Deitert. Fraktionsübergreifend bekundeten die Mitglieder des Gemeinderats ihre Bereitschaft, diesen Weg zu unterstützen.

Martin Bodin, der Geschäftsführer des Benediktushofes, zeigte sich auf BZ-Anfrage erfreut über den eingeschlagenen Weg. „Wir sind alle erleichtert, dass der Kompromiss für alle Partner passt“, erklärte er. Die Zeit bis zum Jahresende 2023 soll dazu dienen, um den Erhalt des Bads zu sichern. „Nun gilt es die Zeit zu nutzen, um gemeinsam ein zukunftsfähiges Konzept zur Finanzierung zu finden.“

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