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Nutzfeuer sorgen in Reken für Irritationen

Zwei Feuerwehreinsätze

Mittwoch, 25. März 2020 - 21:00 Uhr

von Tim Schulze

Mehrere so genannte Nutzfeuer mit Material für abgesagte Osterfeuer brannten am Dienstag und Mittwoch in Reken. Besorgte Menschen alarmierten die Leitstelle des Kreises Borken. Zweimal rückte die Feuerwehr aus.

Foto: Werschkull

Ein Nutzfeuer brannte am Dienstagabend im Hadenbrok nahe der B67.

REKEN. Weil die geselligen Osterfeuer aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt wurden, haben einige Rekener Nutzfeuer bei der Ordnungsbehörde der Gemeinde angemeldet. Die für die Osterfeuer gesammelten Materialien dürfen laut einer Verfügung der Gemeinde Reken noch bis Ende März auf den entsprechenden Flächen im Außenbereich abgebrannt werden. 20 Anmeldungen für so genannte Schlagabraumfeuer hatte die Kommune bis Mittwochmorgen registriert, hieß es aus dem Rathaus.

Am Dienstag und Mittwoch seien acht dieser Nutzfeuer entzündet worden, erklärte Gottfried Uphoff, der Erste Beigeordnete der Gemeinde, im BZ-Gespräch. Besorgte Anrufe von Menschen, die Nutzfeuer beobachtet hatten, sorgten derweil für zwei Feuerwehreinsätze. Einer war nach Angaben des Rekener Feuerwehrsprechers Claus Fragemann am Dienstagabend gegen 20 Uhr im Hadenbrok nahe der B67. Der zweite war am Mittwochmorgen im Ortsteil Maria Veen.

Leitstelle alarmiert

„Die Leitstelle des Kreises Borken alarmiert die Feuerwehr bei solchen Anrufen besorgter Menschen“, erklärte Uphoff. Bei der Leitstelle seien die angezeigten Feuer nicht hinterlegt. Aber selbst wenn es so wäre: „Die Alarmierung muss trotzdem erfolgen, weil die Leitstelle nicht wissen kann, ob es sich tatsächlich um das angemeldete Feuer handelt und nicht doch ein Brand in der Nähe ausgebrochen ist“, sagte Uphoff. Er ergänzte, dass Menschen, die ein offensichtliches Nutzfeuer beobachten, davon ausgehen können, dass die Ordnungsbehörde der Kommune über dieses Bescheid wisse.

Uphoff betonte, dass bei den Nutzfeuern aufgrund einer erhöhten Waldbrandgefahr besondere Vorsicht geboten sei. „Die Feuer sind nicht verboten, aber die Verantwortlichen müssen gut aufpassen“, so der Erste Beigeordnete. Diese Einschätzung teilt auch der für den hiesigen Forstbezirk zuständige Förster des NRW-Landesbetriebs Wald und Holz, Werner Vogt. „Durch den trockenen Ostwind werden auch die Gräser trocken und können dann brennen wie Stroh. „Es gibt eine erhöhte Gefahr, aber der Oberboden ist hier durch die Niederschläge noch ganz gut durchfeuchtet. Deshalb ist die Gefahr nicht so akut“, sagte Vogt der BZ.


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