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Kreis bestätigt zwei Corona-Fälle in Reken

Gemeinde plant Notfallbetreuung für Kinder

Freitag, 13. März 2020 - 19:25 Uhr

von Tim Schulze

Zwei Rekener haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte der Kreis Borken am Freitagabend auf Nachfrage der Borkener Zeitung, Es handelt sich um die beiden ersten Fälle in der Mühlengemeinde.

REKEN. Zwei Rekener haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte der Kreis Borken am Freitagabend auf Nachfrage der Borkener Zeitung, Es handelt sich um die beiden ersten Fälle in der Mühlengemeinde. Nach Informationen der BZ sind die beiden Infizierten Rückkehrer aus einem Skiurlaub.

Zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Virus hat das Land NRW beschlossen, dass ab Montag Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Allerdings sei bis einschließlich Dienstag eine Betreuung in den Schulen während der Unterrichtszeiten sichergestellt, schreibt der Kreis Borken in einer Pressemitteilung.

Notfallbetreuung

Die Gemeinde Reken plant, eine Notfallbetreuung für Kinder über Dienstag hinaus einzurichten, deren Eltern dringend in ihrem Job gebraucht werden. Das sei zum Beispiel für Kinder von Ärzten, Polizisten, Justizbeamten, Krankenschwestern und Altenpflegern besonders wichtig, erklärte Bürgermeister Manuel Deitert im BZ-Gespräch. Am Montag soll es dazu weitere Informationen geben.

Stefan Nienhaus, der Schulamtsleiter der Gemeinde Reken, wies darauf hin, dass es bereits ab Montag keinen Schulbusverkehr zu den Rekener Grundschulen geben werde. Eltern, die ihr Kind am Montag und Dienstag dort betreuen lassen möchten, sollten es selbst zur Grundschule fahren, so Nienhaus.

Service-Telefon eingerichtet

Am Freitag hat die Gemeinde Reken eine Service-Rufnummer unter Tel. 02864 /944-222 eingerichtet. Dort werden ausschließlich nichtmedizinische Fragen rund um die Einschränkungen des öffentlichen Lebens beantwortet, schreibt die Verwaltung, Es gibt auch einen Service per E-Mail an
coronavirus@reken.de.

Das Rekener Rathaus schränkt ab Montag, 16. März, den Betrieb ein. Die Kommune bittet darum, das Rathaus nur noch „in dringenden Fällen und nach vorheriger telefonischer Anmeldung“ aufzusuchen, heißt es. Dadurch sollen Kontakte zwischen Bürgern und Mitarbeitern auf das „zwingend notwendige Maß“ reduziert werden.

Veranstaltungen absagen

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sind seit dem kreisweiten Vollzug des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen auch in Reken nicht mehr erlaubt. Deitert erklärte, dass die Gemeinde den Organisatoren von Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern ans Herz gelegt habe, diese ebenfalls abzusagen. Mit den Veranstaltern der Wohnmobil-Ausstellung (heute von 10 bis 17 Uhr) am Autohaus Vestrick in Bahnhof Reken habe man besprochen, dass diese nur unter freiem Himmel stattfinde.

Das Hallenbad in Groß Reken bleibt nach Angaben der Gemeinde geöffnet.