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Heimatverein hilft bei Forschung über Platt

Studentin nutzte Veröffentlichungen

Freitag, 18. Mai 2018 - 11:00 Uhr

von Borkener Zeitung

Ihre Bachelor-Arbeit hat die Folkwang-Studentin Lydia Neuschmelting über die plattdeutsche Mundart in Reken geschrieben. Bei der Forschung war der Rekener Heimatverein behilflich.

Foto: pd

Freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit: (von links) Hermann-Josef Holthausen (Leiter des Heimatarchivs), Lydia Neuschmelting, Karl-Otto Biedermann (Mitarbeiter im Heimatarchiv) und Bernd Hensel (Vorsitzender des Heimatvereins).

REKEN. Mit der plattdeutschen Mundart in Reken hat sich Lydia Neuschmelting in ihrer Bachelor-Arbeit beschäftigt. „Rekske Platt“ lautet der Titel der wissenschaftlichen Veröffentlichung, die die 22-jährige Lembeckerin zum Abschluss ihres Studiums an der Folkwang Universität der Künste in Essen vorgelegt hat. Beteiligt war auch der Rekener Heimatverein, der der Studentin bei der wissenschaftlichen Deutung der plattdeutschen Mundart geholfen hat.

Das im Taschenbuchformat gebundene Werk stellt im ersten Teil ein illustriertes Dialekt-Wörterbuch zum Rekener Platt dar. Lydia Neuschmelting, die früher in Reken gelebt hat, hat an der Essener Uni Kommunikationsdesign studiert, und so begleiten in dem Buch grafische Darstellungen und Illustrationen das BachelorProjekt. Neuschmelting stellt in der Einleitung fest, dass der plattdeutsche Rekener Dialekt wenig gemein hat mit der hochdeutschen Sprache. „Hat man sich jedoch erst einmal an die lautlichen Unterschiede und Besonderheiten des Reksken Platt gewöhnt, so ist es recht einfach, viele Worte abzuleiten“, heißt es dort.

Lob fürs Archiv

Neuschmelting nutzte umfangreiche Archivunterlagen aus der Rekener Nachbargemeinde Dorsten-Lembeck bei ihrer Recherche über die plattdeutsche Mundart. Aber auch Veröffentlichungen des Heimatvereins verwendete die Studentin als Grundlage für die Abschlussarbeit. Eingeflossen sind unter anderem „Vertellstückskes“ und plattdeutsche Geschichten aus dem 1987 vom Heimatverein Reken herausgegebenen Buch „Reken in vergangenen Tagen“. Auch „Alte Rekener Sitten und Bräuche“ (zusammengestellt von Dr. Johann Benson – „olle Jansken“) sowie eine „Sammlung Rekener Geschichten“, die Heimatarchiv-Mitarbeiter Karl-Otto Biedermann übersetzt hatte, halfen Neuschmelting bei dem Projekt.

Archivleiter Hermann-Josef Holthausen freute sich besonders, dass das Rekener Heimatarchiv auch über die eigenen Grenzen hinaus beim Forschen in der Vergangenheit helfen konnte. Vereinsvorsitzender Bernd Hensel: „Das ist ein Zeichen dafür, dass das Heimatarchiv ein Gewinn für die Menschen ist, die hier leben.“ Er lobte die Archivmitarbeiter. „Sie sind kompetent, engagiert und hilfsbereit.“


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