Raesfeld
Jahresergebnis vorgestellt
20.03.2017

Volksbank Erle mit Wachstum zufrieden

Die Volksbank Erle hat ihre Jahresbilanz vorgestellt. Trotz der erfreulichen Zahlen: Der Vorstand kritisiert die wachsende Zahl der gesetzlichen Vorgaben.

ERLE (pd). Die Volksbank Erle ist mit dem abgelaufenen Jahr 2016 zufrieden. Mit einem Wachstum von 6,4 Prozent im Kreditgeschäft liege man deutlich über dem Bundesdurchschnitt, teilt die Genossenschaft mit.

 

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Kundengeschäftsvolumen um 6,2 Prozent erhöht

Das Wachstum resultiere aus der privaten Baufinanzierung und aus der weiter anhaltenden Kreditnachfrage im Firmenkundengeschäft, heißt es. Die Kunden schätzten die unkomplizierten Entscheidungswege ebenso wie den persönlichen Kontakt zum Berater, erklären die Vorstände Ralf Steiger und Michael Weddeling übereinstimmend.

Auch im Einlagengeschäft konnte die Volksbank Erle über sieben Prozent zulegen. Das Kundengeschäftsvolumen inklusive der Verbundpartner konnte um 6,2 Prozent erhöht werden. Hier setze sich der Trend der Kunden fort, verstärkt in Fonds anzulegen, teilt die Bank weiter mit.

Deutlich steigende Ergebnisse verzeichnete die Bank im vergangenen Geschäftsjahr auch im Dienstleistungs- und Vermittlungsgeschäft bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V-Versicherung sowie der Fondsgesellschaft Union-Investment.

 

Gesetzliche Vorgaben steigen

Trotz der erfreulichen Wachstumszahlen belaste die Volksbank Erle die enorm gestiegene Zahl der gesetzlichen Vorgaben, heißt es in einer Mitteilung. Mittlerweile seien in der Bank mehrere Personen damit beschäftigt, die aufsichtsrechtlichen Aufgaben wie zum Beispiel zum Meldewesen zu erfüllen.

„Wir haben es zurzeit mit einer regelrechten Regulierungsflut zu tun. Diese berücksichtigt so gut wie gar nicht die Größenklasse der Volksbank Erle oder der anderen kleinen Volksbanken“, erklärt Vorstand Michael Weddeling.

Bei den Wohnbaufinanzierungen müsse die Bank wegen des Alters des Kunden theoretisch Kredite ablehnen, so der Vorstand. Das jüngst eingeführte „Verwaltungs-Monster, die Wohnimmobilienkreditrichtlinie“, sei der Grund dafür. „Es ist ein Wahnsinn, was aufsichtsrechtlich passiert“, ergänzt Vorstand Ralf Steiger. Zudem seien bei einer Baufinanzierung deutlich mehr als 50 Seiten Papier auszudrucken. Steiger: „Das kann alles nicht sein und der Kunde hat dafür ebenfalls kein Verständnis.“

 

VR-Banking App

Das bereits sehr lang anhaltende niedrige Zinsniveau wirke sich inzwischen auch negativ auf das Betriebsergebnis aus, heißt es. „Die Volksbank Erle zahlt inzwischen Negativzinsen für ihre Einlagen bei der Zentralbank“, so der Vorstand.

Beim Thema Digitalisierung habe die Bank im vergangenen Jahr an Tempo zugelegt, teilt die Genossenschaft weiter mit. Über die VR-Banking App der Volks- und Raiffeisenbanken werde eine Rechnung abfotografiert und dann direkt überwiesen. Auch Geld könne direkt gesendet werden.

Autor: Andreas Rentel
Tel: 02861/944-175

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