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Thema Wolf: Ministerin soll handeln

Offener Brief

Dienstag, 21. April 2020 - 18:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

In einem offenen Brief zum Thema Wolf wendet sich das Gahlener Bürgerforum an Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Foto: colourbox.com

+++Symbolbild+++

RAESFELD/SCHERMBECK. Das Gahlener Bürgerforum, in dem mehrere Vereine und politische Parteien vertreten sind, hat sich mit einem offenen Brief an Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser gewandt. Anlass ist die Debatte um das Wolfsvideo, das Ostern in Hünxe entstanden ist (die BZ berichtete). Die Autoren verweisen unter anderem auf Stellungnahmen der Schäfer und des Naturschutzbundes.

Vertrauen verloren

Das Forum erklärt, dass die Wölfe nicht unbedingt getötet werden müssten, sollte eine Umsiedlung möglich sein. Den Vorschlag, Deichschafe mit Herdenschutzhunden zu sichern, sollten Fachleute bewerten. Die Briefschreiber meinen aber, dass dies neben erheblichen Kosten für die Einzäunung, Anschaffung und Unterhaltung der Schutzhunde auch zu Sperrungen für Touristen und Spaziergänger führen könnte.

Das Bürgerforum bemängelt, dass ihm Inhalte zum Schutz der Bevölkerung und Nutztiere im NRW-Wolfsmanagementplan fehlen, dessen hauptsächliches Ziel die Wiederansiedlung und der Schutz des Wolfs sei, unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur. Zudem habe man das Vertrauen in die Arbeit des Landesumweltamts verloren, heißt es in dem Schreiben.

Unmittelbare Hof- und Menschennähe

Schlimm an dem Vorfall in Hünxe sei, dass er sich wieder in unmittelbarer Hof- und Menschennähe zugetragen habe. „Was wäre gewesen, wenn zu dem Zeitpunkt der Wolfsattacke ein Kind hinter der Hecke am Feldsaum gespielt hätte?“, fragen die Autoren die Ministerin.

Und: „Wir denken, es ist an der Zeit, sich über regional unterschiedliche Wolfmanagementsysteme in Deutschland und Europa Gedanken zu machen, in Abhängigkeit von Bevölkerungsdichte und Infrastruktur. Wir denken, es ist höchste Zeit, dass Sie endlich handeln.“


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