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Raupen machen Gemeinde viel Arbeit

Eichen-Prozessionsspinner in diesem Jahr ein besonderes Problem

Mittwoch, 13. Juni 2018 - 15:10 Uhr

von Borkener Zeitung

Der Eichen-Prozessionsspinner stellt Gemeinden und private Grundstückseigentümer in diesem Jahr vor besondere Probleme. Der Befall der Bäume ist teilweise stärker als in den Vorjahren.

Foto: BZ-Archiv

Die feinen Haare der Larven stellen eine Gefahr dar.

RAESFELD/SCHERMBECK Der Eichen-Prozessionsspinner ist derzeit in vielen Kommunen ein Problem – auch in Raesfeld. Bernd Kösters von der Bauverwaltung der Gemeinde sagt: „Es ist mal mehr, mal weniger schlimm. In diesem Jahr ist er recht stark vertreten.“ In Raesfeld seien viele Eichen befallen. „Die Raupen treten immer in einer Kette auf und fressen die Blätter der Bäume“, ergänzt Theo Passier, der Leiter des Bauamtes. „Der Baum kann sich von dem Befall im nächsten Jahr zwar erholen, gesund ist es für die Pflanzen aber trotzdem nicht“, ergänzt er.

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Kommunen werden an öffentlichen Plätzen tätig

Kösters betont, dass es keine Melde- oder Bekämpfungspflicht gibt. Der Bauhof greife nur ein, wenn insbesondere Schulen, Spielplätze oder andere öffentliche Plätze betroffen seien. Auf Privatgrundstücken müssten die Bürger selbst tätig werden und einen Schädlingsbekämpfer rufen – wie bei einem Wespennest. Der Eichen-Prozessionsspinner müsse auch nicht immer entfernt werden, so Kösters. „Oftmals sitzt er weit oben in der Kronen.“

Wenn der Bauhof tätig werden muss, hat dieser unterschiedliche Möglichkeiten der Bekämpfung. „Die brennenden Härchen können mit einem Haarspray verklebt werden“, erklärt Kösters. Anschließend könnten die Raupen gefahrlos abgesaugt oder abgeflammt werden. Er ist aber überzeugt, dass die Menschen lernen müssen, damit zu leben. Wichtig sei vor allem, dass man die Gefahr erkenne und Kindern zeigt, wie die Raupen aussehen, erklärt Kösters. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen sollen vor allem die Kinder geschützt werden.

In Schermbeck ist die Situation extremer

Deutlich extremer ist die Situation in der Nachbargemeinde Schermbeck. Seit einigen Jahren vom Eichen-Prozessionsspinner betroffen, sei „in diesem Jahr der bisher stärkste Befall zu verzeichnen“, teilt die Verwaltung mit. Eine Fachfirma habe vor allem an Spielplätzen, Kindergärten, Schulen und stark frequentierten Gehwegen die Nester mit einer biologischen Flüssigkeit verklebt und abgetötet. Im zweiten Arbeitsschritt werden die Nester, soweit erreichbar, abgesaugt.


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