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Raesfelder Stolpersteine gereinigt

Schüler erinnern an Opfer der Nazi-Diktatur

Freitag, 8. November 2019 - 15:00 Uhr

von Borkener Zeitung

Schüler der Julia-Koppers-Gesamtschule und der Alexanderschule haben die Stolpersteine in Raesfeld gereinigt. Zugleich haben die Schulen eine offizielle Patenschaft für die Steine und die Pflege der Erinnerungskultur im Ort übernommen.

Foto: pd

Schulleiter Axel Heinz und Schüler der beiden weiterführenden Schulen haben die Steine gereinigt.

RAESFELD Schüler der Klasse 8.6 der Julia-Koppers-Gesamtschule und der Klasse 10c der Alexanderschule haben sich zum Reinigen der Stolpersteine in Raesfeld getroffen. Sie erinnern seit einigen Jahren unter anderem auf Gehwegen an die Menschen, die während der Nazidiktatur deportiert und ermordet wurden.

Die Stolpersteine seien Teil eines internationalen Projektes zur Erinnerung an die Einzelschicksale der Opfer des Faschismus in Europa, heißt es. Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt initiiert und inzwischen mehr als 70.000 Stolpersteine in 28 Ländern verlegt.

An alle Opfer erinnern

Die Steine erinnern an Menschen jüdischen Glaubens, an Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Homosexuelle und Menschen mit Behinderung, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die Schüler verlasen die Namen der Opfer, reinigten die Stolpersteine und legten weiße Rosen ab.

Beide Schulen gehören dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an und arbeiten seit Längerem bereits an diesem Themenkomplex.

Einführung in das Thema

Schulsozialpädagoge Uli Cluse gab eine kurze Einführung in das Thema. Danach berichtete der Initiator der Stolpersteinverlegung in Raesfeld, Gerd Gutschow, von dem Projekt. Er und Bürgermeister Andreas Grotendorst übergaben eine offizielle Patenschaft für die Stolpersteine und die Pflege der Erinnerungskultur im Ort an die Schulleiter Christine Dohmann (Alexanderschule) und Axel Heinz (Gesamtschule). Sie versprachen, sich um das Projekt zu kümmern und regten einen Ausbau an. Gutschow habe die Teilnehmer dafür sensibilisiert, dass die Shoah und die Zeit der Diktatur von Rechtspopulisten verharmlost und schöngefärbt würden, heißt es weiter.

Grotendorst erinnerte an die Opfer des Faschismus und des Kriegs: Sie hätten teilweise dieselben Nachnamen wie die Schüler. Er dankte ihnen zudem für ihr Engagement.


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